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Hagel- und Sturmschäden

Wenn das Wetter wütet

Steigende Gefahren durch Unwetter: Tipps zur Schadensregulierung

01.07.2021
Wetterextreme wie Hitzewellen, Unwetter und Starkregen sind durch den Klimawandel messbar häufiger geworden. Archivbild: fotolia© yevgeniy11

Wetterextreme wie Hitzewellen, Unwetter und Starkregen sind durch den Klimawandel messbar häufiger geworden. Archivbild: fotolia© yevgeniy11

Sintflutartiger Regen, Hagel, Blitzeinschläge und starke Windböen: Die Unwetter nehmen zu und das auch bei uns in der Region. Was ist bei einem Schaden zu tun, was wird von den Versicherungen bezahlt und wie kann man sich in Zukunft vor den finanziellen Folgen eines solchen Unwetters besser schützen?

Hermann Menton GmbH & Co. KG

Schäden schnell bei der Versicherung melden

Nachdem man den ersten Schock verkraftet hat, sollte man den Schaden so schnell wie möglich seiner Versicherung melden. Wertvolle Gegenstände, die zerstört wurden, wirft man bei den Aufräumarbeiten am besten nicht gleich weg, sondern bewahrt sie noch auf, damit ein Gutachter sie in Augenschein nehmen kann. Eine genaue Aufstellung der beschädigten Gegenstände sei ebenso sinnvoll wie eine Dokumentation der Schäden mit Fotos.

Wer zahlt für die Schäden?

Wurde das Auto durch Hagelkörner, herabfallende Äste oder durch Überschwemmung demoliert, übernimmt die Kfz-Teilkasko die finanziellen Folgen des Schadens. Sturm- und Hagelschäden am Haus reguliert die Wohngebäudeversicherung, während die Hausratversicherung für Schäden der Wohnungseinrichtung aufkommt – etwa wenn das Fenster zerbrochen oder das Dach abgedeckt wurden und beispielsweise Möbel oder Elektrogeräte kaputtgegangen sind.

Überschwemmungsschäden an Gebäuden und Hausrat sind jedoch nicht in jedem Vertrag mitversichert, sondern nur, wenn ergänzend auch Elementargefahren eingeschlossen wurden. Eine solche Elementarschadenversicherung jedoch hätten in Deutschland nur rund 39 Prozent der Haushalte.

Elementargefahren mitversichern

Dabei könnten fast alle Haushalte in Deutschland problemlos diesen Versicherungsschutz bekommen. Nur in seltenen Einzelfällen sei das Risiko nicht versicherbar. Sinnvoll sei er grundsätzlich für jeden Haushalt. Doch oft werden die katastrophalen Folgen eines Starkregenereignisses unterschätzt. Dabei ist es ja nicht nur so, dass Häuser in der Nähe von Flüssen oder Bächen betroffen sind“.

Oft kommt es zu witterungsbedingten Rückstauschäden, wenn die Kanalisation die Regenwassermenge nicht mehr in ausreichender Geschwindigkeit abtransportieren könne und das Wasser über den Kanalanschluss ins Haus zurückfließe. Zudem deckt eine Elementarschadensversicherung auch Schäden durch Erdbeben, Erdrutsch, Schneedruck oder Lawinen ab. Experten empfehlen den Hauseigentümern einen Blick in ihre Versicherungsunterlagen zu werfen, damit sie überprüfen könnten, ob sie im Ernstfall abgesichert sind.


Wie aus Kübeln

Starkregen: Wer kommt für Unwetterschäden auf?

Bild: Silas Stein/dpa/dpa-tmn
Bild: Silas Stein/dpa/dpa-tmn

Erst Hitze, dann der Umschwung: Immer öfter gibt es hierzulande Starkregen. Die Folge sind oft große Schäden. Für Mieter und Vermieter stellt sich die Frage: Wer haftet?

Vollgelaufene Keller, abgedeckte Dächer: Unwetter können schwere Schäden anrichten. Bei Mietobjekten stellt sich dann häufig die Frage der Haftung. Wer die Schäden beseitigen muss, hängt davon ab, wer sie verursacht hat, erklärt der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland.

Grundsätzlich gilt: Vermieterinnen und Vermieter sind in der Regel dafür verantwortlich, Schäden an der Immobilie zu beseitigen. Das gilt zum Beispiel bei heruntergefallenen Dachziegeln oder Wasserschäden am Gebäude. Für das MobiE liar des Mieters sind Eigentümer nur verantwortlich, wenn sie diese Schäden auch verschuldet haben. Sind Schäden auf den Mieter zurückzuführen, muss er dafür aufkommen.

Insbesondere müssen Mieter darauf achten, dass bei längerer Abwesenheit die Fenster geschlossen sind. Verursacht Starkregen einen Wasserschaden in der Mietwohnung weil die Fenster trotz längerer Abwesenheit nicht geschlossen hatte, muss er unter anderem für die Trocknungskosten aufkommen.

Auch die Reinigung des Balkons und dessen Abfluss ist Aufgabe des Mieters, entschied das Landgericht Berlin (Az.: 61 S 379/85). Wer das unterlässt, haftet für Schäden, die an der Fassade oder der Bausubstanz entstehen. dpa 


Region schwer getroffen

Schadensbehebung – eine Aufgabe für qualifizierte Fachbetriebe

Gleich zweimal innerhalb einer Woche wurde die Region von Unwettern getroffen. Am vergangenen Mittwochabend zogen mehrere Gewitterzellen über die Landkreise Reutlingen, Tübingen, Esslingen und den Zollernalbkreis – mit unwetterartigen Niederschlägen und teils bis zu tennisballgroßen Hagelkörnern, die unzählige Häuser und Fahrzeuge in allen vier Landkreisen beschädigten. Vorgestern führten langanhaltende Wolkenbrüche zu vielen Überflutungen. Auch wenn in den meisten Fällen die Versicherungen für die finanziellen Schäden aufkommen, haben die Betroffenen alle Hände voll zu tun – oft im ursprünglichen Sinne –, um den Schaden zu regulieren. Ist der Schaden dokumentiert beziehungsweise über einen Gutachter bestätigt, gilt es, einen qualifizierten Fachbetrieb für die Schadensbehebung zu beauftragen, um keine unangenehmen „Nachfolgeüberraschungen“ zu erleben.


Wetterextreme

Elementarversicherung bietet finanziellen Schutz vor Naturgewalten

Fluten, Hagel oder Erdbeben: Heftige Unwetter sorgen immer häufiger in Deutschland für Zerstörungen an den eigenen vier Wänden. Starkregen verwandelt kleine Bäche in reißende Flüsse und überflutet so ganze Stadtteile und Ortschaften – Geröll und Schlamm inklusive. Unwetter solchen Ausmaßes können jeden treffen. Finanziellen Schutz bietet die Elementarversicherung.

Viele Menschen in Deutschland haben ihre Wohngebäudeversicherung durch eine Versicherung gegen Elementargefahren ergänzt. Diese schützt bei Schäden, die durch Naturgewalten wie Starkregen, Erdrutsche oder Lawinen entstehen, vor finanziellen Folgen. Wird zusätzlich noch Hausrat in Mitleidenschaft gezogen, kann dieser in der Regel durch eine Ergänzung der Hausratversicherung abgesichert werden, indem die Versicherung des Hausrats gegen Elementargefahren gezielt mit aufgenommen wird.
         

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