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Berufswahl und Ausbildung

Weiter hohe Ausbildungsbereitschaft

IHK Reutlingen: Kleine und mittlere Betriebe können Ausbildungsprämie bekommen.

25.01.2021
Auch in der aktuellen Situation ist die Bereitschaft zur Ausbildung in vielen Betrieben hoch. Bild: auremar/stock.adobe.com

Auch in der aktuellen Situation ist die Bereitschaft zur Ausbildung in vielen Betrieben hoch. Bild: auremar/stock.adobe.com

Kleine und mittlere Betriebe können unter bestimmten Voraussetzungen bei gleichbleibender oder steigender Zahl der Ausbildungsverhältnisse derzeit eine Ausbildungsprämie bekommen.

„Trotz der immens schwierigen Lage bekennen sich viele unsere Betriebe zur dualen Ausbildung, bilden weiter aus und geben jungen Leuten die Chance zu einem erfolgreichen Berufseinstieg“, sagt Petra Brenner, Bereichsleiterin Ausbildung bei der IHK. „Wenn man bedenkt, wie viele Unternehmen derzeit nicht öffnen dürfen oder nur eingeschränkt arbeiten können, ist die Bereitschaft zur Ausbildung wirklich hoch. Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe werden ihrer Rolle als größtem Ausbilder weiter gerecht“, lobt Brenner. Aktuell sind bei der IHK Reutlingen über alle drei Landkreise 6302 Ausbildungsverträge eingetragen.
   

Die Ausbildungsprämie läuft noch bis zum 30. Juni 2021. Die Ausbildung muss dabei bis zum 15. Februar 2021 beginnen. Ausbildungsbetriebe mit bis zu 249Mitarbeitenden erhalten eine Prämie in Höhe von 2000 Euro, wenn genauso viele Auszubildende in diesem Jahr eingestellt werden, wie im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre. Wird dieser Durchschnitt übertroffen, erhält das Unternehmen sogar 3000 Euro für jeden zusätzlichen Auszubildenden (Ausbildungsprämie plus). Die Betriebe müssen allerdings von Kurzarbeit oder gravierenden Umsatzeinbußen betroffen sein. Die Anträge werden bei der zuständigen Agentur für Arbeit gestellt, die IHK bestätigt die Zahl der Ausbildungsverhältnisse. „Wir nehmen wahr, dass viele kleinere IHK-Mitgliedsunternehmen, die von der Corona-Pandemie stark geplagt sind, trotzdem an der Ausbildung festhalten. Die Ausbildungsprämie ist dafür ein wichtiger Anreiz“, so Petra Brenner.

Weitere Hilfen

Betriebe, die die genannten Kriterien erfüllen, können im Rahmen des Programms bis Juni 2021 einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung in Höhe von 75 Prozent beantragen, wenn sie die Ausbildung weiter aufrecht erhalten und weder die Auszubildenden noch die Ausbilder in Kurzarbeit schicken. Unabhängig von der Betriebsgröße kann bis zum 30. Juni 2021 bei der Agentur für Arbeit zudem eine Übernahmeprämie beantragt werden, wenn man Auszubildende eines aufgrund von Pandemiefolgen insolventen Unternehmens übernommen hat.

Info

Fragen zum Thema beantwortet Petra Brenner, IHK-Bereichsleiterin Ausbildung, unter 07121 201-262 oder brenner@reutlingen.ihk.de.  


Die KI-Fachkräfte von morgen

Künstliche Intelligenz in der Bildung

Welche Rolle kann Künstliche Intelligenz (KI) künftig in der beruflichen Bildung spielen? Die IHK entwickelt dafür zusammen mit Partnern völlig neue Konzepte.

In den kommenden vier Jahren sollen eine branchenübergreifende Zusatzqualifikation für Auszubildende und zwei vollkommen neue Fortbildungsabschlüsse mit KI-Bezug entstehen. Der Grund: Künstliche Intelligenz wird die Produkte und innerbetrieblichen Prozesse der heimischen Unternehmen stark verändern. Dafür werden laut IHK-Chef Dr. Wolfgang Epp „Fach- und Führungskräfte benötigt, die diese Anforderungen bewältigen können.“

Mit den neuen Angeboten erhalten Unternehmen innovative Qualifizierungsmöglichkeiten an die Hand. „Es geht um nichts weniger als die KI-Fachkräfte von morgen und die nötige mittel- und langfristige Personalentwicklung“, so Epp.

Bedarf ergibt sich faktisch in allen Branchen. So kann KI beispielsweise im Einzelhandel von der Tourenplanung über das personalisierte Marketing hin zum Self-Checkout an der Kasse genutzt werden. Studien zeigen jedoch, dass zwei von drei Unternehmen eigene Kompetenzen zu KI-Technologien und deren Anwendungen fehlen.

Am Projekt sind die IHKs Reutlingen, Karlsruhe und Region Stuttgart sowie die Universitäten Stuttgart und München beteiligt. Das Vorhaben „KI B³ – Künstliche Intelligenz in die Berufliche Bildung bringen“ wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.
  

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