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Neubau, Umbau & Sanierung

Stylisch – und wieder geöffnet

Während der coronabedingten Schließung renovierte der Tübinger Friseurmeister Martin Knapp kurzerhand seinen Salon.

07.05.2020
Pläne für den Umbau seines Salons in der Tübinger Christophstraße 10 hatte Friseurmeister Martin Knapp schon lange. Die coronabedingte Schließung, nutzte er nun kurzerhand, seinem Friseursalon das gewünschte modernere und stylische Aussehen zu geben. Bilder: Uhland2

Pläne für den Umbau seines Salons in der Tübinger Christophstraße 10 hatte Friseurmeister Martin Knapp schon lange. Die coronabedingte Schließung, nutzte er nun kurzerhand, seinem Friseursalon das gewünschte modernere und stylische Aussehen zu geben. Bilder: Uhland2

Wenn der Tübinger Friseurmeister Martin Knapp am kommenden Dienstag, 5. Mai, seinen Salon wieder öffnen darf, ist die Freude vermutlich auf beiden Seiten groß. Dass seine Kundinnen und Kunden endlich wieder die Wunschfrisur von „ihrem“ Friseur bekommen, ist das eine. Die gelungene optische Verwandlung des Friseursalons in der Christophstraße 10, das andere. 

Die coronabedingte Schließung nahm der Friseurmeister als Chance, seine lange gehegten Pläne zu realisieren. „Nachdem klar war, dass wir vier bis sechs Wochen schließen mussten, hab ich mich aufs Rennrad gesetzt und dabei nachgedacht“, erzählt er. „Anschließend habe ich meine langjährige Kundin und Innenarchitektin Renate Rapp angerufen und die notwendigen Handwerker. Die sagten alle spontan ‚das schaffen wir!‘“

Ein vollkommen neues Raumgefühl ist entstanden: cool, stylish, großzügig und hell. Der Hauptgrund: Die Trennwand zwischen dem erhöhten Damen- und dem Herrenbereich ist nun 40 Zentimeter niedriger als zuvor. Von oben kann man nun ins Freie sehen, ohne dabei selbst gesehen zu werden. Passanten nehmen den Friseursalon erstmals auch von außen in seiner ganzen, bisher verborgenen Größe wahr. „Es ist super schön geworden“, freut sich Martin Knapp.

Vom Ergebnis sind sowohl der Seniorchef – Vater Wolfgang ... 
Vom Ergebnis sind sowohl der Seniorchef – Vater Wolfgang ... 

Die klassische Beleuchtung aus den 1980er-Jahren wurde – samt der kompletten Beleuchtungstechnik – umgerüstet auf sparsame LEDs. Dank Ökostrom wurde der Salon nun auch als klimaneutral zertifiziert.

Der Steinboden konnte erhalten werden, wie auch so manches liebgewordene Detail.

Bei den Herren entfielen zwei der vier Arbeitsplätze. Dafür bietet nun ein Monitor die Möglichkeit, Sportereignisse zu verfolgen oder im Winter in ein digitales Kaminfeuer zu schauen.

... als auch seine Frau Tanja begeistert. „Die Handwerker haben super gearbeitet, waren schnell, präzise und zuverlässig“, freut er sich.
... als auch seine Frau Tanja begeistert. „Die Handwerker haben super gearbeitet, waren schnell, präzise und zuverlässig“, freut er sich.

Teilweise neue Spiegelwände, Ablagen und Schränke fallen auf, alles ist neu gestrichen und frisch. Besonders spektakulär: der Birkenwald, der auf einer riesigen Fototapete für Entspannung sorgt.

Martin Knapp und sein Team freuen sich sehr auf ihre vielen treuen Kunden. Dass sie sich alle bei ihrer Arbeit streng nach den geltenden Corona Schutzvorschriften richten, ist selbstverständlich. Erweiterte Öffnungszeiten von 8 bis 20 Uhr sollen darüber hinaus unnötige Begegnungen im Salon vermeiden.

Das Knapp’sche Friseur-Gen

Seit 85 Jahren schneiden die Knapps den Tübingern die Haare.

Am 1. Mai 1935, vor genau 85 Jahren, eröffnete der Tübinger Friseurmeister Ernst Knapp in der Christophstraße 10 seinen Herrensalon mit drei Plätzen. Dabei blieb es, bis nach dem Krieg die Damen die Dauerwelle zu schätzen begannen – Knapp erweiterte um einen Platz, um auch den Damen schicke Frisuren zaubern zu können.

Der Erfolg ließ nicht auf sich warten und so erweiterte Ernst Knapp 1958 mit einem Anbau seinen Betrieb offiziell zum Herren- und Damensalon.

Auch sein Sohn Wolfgang hatte die Leidenschaft des Haareschneidens zu seinem Beruf gemacht und übernahm den Salon 1964. Zum klassischen Familienunternehmen wurde der Friseursalon Knapp, als seine damalige Frau Thea in den Betrieb einstieg und für den Erfolg des Damensalons die Verantwortung übernahm. Seit 1983 ist der Salon Knapp La Biosthetique-Partner.

Das Friseur-Gen vererbte sich auch auf Sohn Martin: Nach seiner Meisterprüfung, die er 2004 abgelegt hatte, übernahm er den Salon seiner Eltern und Großeltern in dritter Generation.

Der Senior Wolfgang Knapp feierte im vergangenen Jahr sein 65. Arbeitsjubiläum und bediente seine „alten“ Kunden auch in seinem 80. Lebensjahr noch bis in den März hinein: bis er sich aus Sicherheitsgründen zumindest vorläufig aus der aktiven Arbeit zurückziehen musste.
  

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