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Auto & Verkehr

Ruhig bleiben, auch wenn es schwer fällt

Woran man direkt nach einem Verkehrsunfall denken sollte

02.12.2019
Vorsicht muss walten lassen, wer bei einer solchen Wettersituation abrupt bremsen muss.

Vorsicht muss walten lassen, wer bei einer solchen Wettersituation abrupt bremsen muss.

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Kurz nur war man abgelenkt und der Vordermann bremst oder die Feuchtigkeit auf der Straße verwandelt sich zu Blitzeis – Verkehrsunfälle passieren – jeden Tag. In Deutschland registriert die Polizei jährlich rund 2,5 Millionen Unfälle im Straßenverkehr. Die meisten davon sind nur Blechschäden und haben einen mehr oder weniger großen Sachschaden zur Folge. Allerdings ist durchschnittlich fast jeder sechste Verkehrsunfall mit Personenschaden. Kommt es zu einem Verkehrsunfall, sind häufig alle Beteiligten mit der Situation überfordert und wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen. Hier ein paar wichtige Ratschläge und Verhaltensregeln zum Thema Unfall im Straßenverkehr. Egal ob als Unfallbeteiligter oder als Ersthelfer – an einer Unfallstelle ist es wichtig, ruhig und strukturiert zu agieren. Oberste Priorität hat immer die eigene Sicherheit und die, der sich im Fahrzeug befindlichen Personen. Erst wenn diese Sicherheit gewährleistet ist, kann anderen geholfen werden. Aus diesem Grund heißt es bei einem Unfall, sofort die Warnblinkanlage einschalten, vor dem Verlassen des Fahrzeugs die Warnweste anlegen und das Warndreieck aufstellen. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, die Sichtbarkeit von Personen und Kfz zu erhöhen und einen Folgeunfall zu vermeiden.


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Den Notruf wählen

Sind Personen verletzt, ist es unbedingt notwendig einen Notruf abzusetzen (Deutschland: 112, Schweiz: 144, Österreich: 122). Die Leitstelle informiert dann sowohl Notarzt als auch Polizei. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte sind die Personen vor Ort für eine bestmögliche Erstversorgung verantwortlich. Verweigern Unfallbeteiligte oder vorbeifahrende Personen die Erste Hilfe, gilt dies als unterlasse Hilfeleistung.

Die Unfallschäden gut dokumentieren

Ist die Versorgung der Unfallopfer geregelt oder gab es keinen Personenschaden, empfiehlt es sich, die Unfallschäden zu dokumentieren. Zusätzlich zum Unfallbericht der Polizei können auch eigene Bilder angefertigt werden. Diese sollten alle am Zusammenstoß beteiligten Fahrzeuge zeigen. Damit eine Rekonstruktion des Unfallgeschehens später möglich ist, sind auch Aufnahmen der Umgebung und mögliche Bremsspuren hilfreich.

Waren beim Zusammenstoß Zeugen zugegen, ist es wichtig, deren Kontaktdaten aufzunehmen. Ihre Aussagen können insbesondere bei einer strittigen Schuldfrage von Bedeutung sein.
  

Den Notruf wählen ist nach dem Einschalten der Warnblinkanlage und dem Aufstellen des Warndreiecks eine der ersten Maßnahmen, die man nach einem Unfall treffen sollte.
Den Notruf wählen ist nach dem Einschalten der Warnblinkanlage und dem Aufstellen des Warndreiecks eine der ersten Maßnahmen, die man nach einem Unfall treffen sollte.

Aussagen gegenüber der Polizei

Um eine schnelle Aufklärung beim Unfall zu ermöglichen, ist die Zusammenarbeit mit der Polizei in der Regel unerlässlich. Wer sich selbst belasten müsste, dem steht es frei, von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch zu machen und nur die Personalien anzugeben.

Als Unfallbeteiligter empfiehlt es sich, spontane Schuldanerkenntnisse zu vermeiden und eine Aussage erst dann zu tätigen, wenn der Schock abgeklungen ist. Möglicherweise ist es auch ratsam, einen Anwalt zu beauftragen.

Die Versicherung informieren

Damit eine Versicherung für den möglichen Schaden aufkommt, ist eine Schadensmeldung notwendig. In der Regel fordern die Versicherer diese Meldung umgehend, was meist eine Frist von einer Woche bedeutet. Durch die rechtzeitige Meldung kann die Versicherung gegebenenfalls auch eigene Untersuchungen anstellen und Gutachter bestellen.

Info Checkliste und Unfallprotokoll unter www.verkehrsunfall.org

Hermann Menton GmbH & Co KG

Was alles mit an Bord gehört

Gut gerüstet für den Pannenfall

Ruhig bleiben, auch wenn es schwer fällt Image 1

Seit Jahren fahren die Deutschen mit Auto oder Wohnmobil in den Urlaub – laut der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen im vergangenen Jahr gute 46 Prozent. Davor lassen die Autofahrer pflichtbewusst ihr Fahrzeug in der Werkstatt checken, im Sommer wie im Winter.

Für den Fall der Fälle unterwegs ist damit allerdings keiner automatisch gerüstet. Denn eine Panne oder ein Unfall kann jeden treffen. Also packen wir das Auto und nehmen mit:

Warnwesten

In Deutschland sind sie seit 2014 vorgeschrieben und müssen mit den Kontrollzeichen EN 471 oder EN ISO 20471 versehen sein.

Obwohl pro Fahrzeug nur eine der knallig roten, gelben oder orangefarbenen reflektierenden Überzieher Pflicht ist, sollte für jeden Insassen eine Signalweste griffbereit im Auto liegen.

Die Polizei kann bei einer Kontrolle 15 Euro Strafgeld anordnen, wenn nicht wenigstens eine Weste an Bord ist. Unsere europäischen Nachbarn verhängen bei fehlender Warnweste teils deftige Strafen: In Frankreich werden beispielsweise ab 90 Euro fällig, in Tschechien ab 95 Euro.
  

Pannenset

Zur Pflichtausrüstung gehört das Warndreieck. Es warnt den fließenden Verkehr vor dem Unfall- und Pannenfahrzeug.

Auf der Autobahn wird es etwa 200 Meter, auf Landstraßen 100 Meter und innerorts rund 50 Meter hinter dem Fahrzeug aufgestellt.

Im Pannenfall hilfreich sind Abschleppseil oder Starthilfekabel, Taschenlampe und für den Reifenplatzer das Pannenset, alternativ Radkreuz und Wagenheber für den Wechsel auf das Ersatz- oder Notrad.

Verbandkasten

Er kann Leben retten und ist deshalb in jedem Fahrzeug nicht nur in Deutschland Vorschrift. Versteckt unter dem Sitz fristet er allerdings oft ein Schattendasein. Autofahrer sollten ihn regelmäßig überprüfen. Entspricht er der gültigen DIN 13164? Ist sein Verfallsdatum abgelaufen? Ist er noch vollständig? Fehlt der Verbandkasten gänzlich, droht bei einer Verkehrskontrolle ein Verwarnungsgeld. Bei der Gelegenheit schadet es nicht, das Erste-Hilfe-Wissen aufzufrischen. Das Deutsche Rote Kreuz bietet beispielsweise spezielle Kurse zum Verhalten nach einem Verkehrsunfall.

Papiere

Sind Auto und Insassen gestrandet, helfen Automobilklub, Hersteller oder Versicherer mit ihren Leistungen aus Mitgliedschaft, Mobilitätsgarantie oder Schutzbrief aus der Misere.

Sie organisieren die Weiterfahrt oder den Rücktransport.

Die Notrufnummer gehört unbedingt zu den Papieren, ebenso im Falle eines Unfalls im Ausland die Grüne Versicherungskarte und der Europäische Unfallbericht.
  

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