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Auto & Verkehr

Poleposition per E-Bike

Elektroräder boomen als klimafreundliche und günstige Alternative zum Auto.

22.03.2021
Bild: Pressedienst-Fahrrad.de

Bild: Pressedienst-Fahrrad.de

Für die tägliche Fahrt zum Arbeitsplatz, für den Weg zum Bäcker oder für den entspannten Wochenendausflug mit der Familie: Mit einem E-Bike oder Pedelec lassen sich Ziele bequem, schnell und gleichzeitig umweltfreundlich erreichen. Die Fahrräder mit elektrischem Zusatzantrieb boomen über alle Generationen hinweg, der örtliche Fachhandel meldet teils lange Lieferzeiten. Die meisten Käufer (54,4 Prozent) haben sich für ein E-Bike entschieden, weil das Radeln mit Motor-Unterstützung weniger anstrengend ist. Umweltschutz ist ebenfalls ein wichtiges Argument. Jeder dritte Besitzer (32,9 Prozent) sieht in seinem Elektrorad eine klimafreundliche Alternative zum Auto oder Roller.
 

Trautwein Zweirad-Center

Auf der Poleposition befinden sich aktuell die Niedersachsen: Laut Umfrage besitzen in diesem Bundesland bereits 17,7 Prozent der Einwohner ein E-Bike oder Pedelec - das ist der bundesweite Bestwert.

Ins Reich der Vorurteile gehört hingegen die Behauptung, dass sich nur ältere Menschen für Elektroräder interessieren. In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen beispielsweise geben 7,2 Prozent der Befragten an, ein E-Bike oder Pedelec zu besitzen. Bei den 30- bis 39-Jährigen sind es 10,6 Prozent und bei den 40- bis 49-Jährigen 11,2 Prozent. Interessant: Sechs von zehn E-Bike-Besitzern haben sich ihr Zweirad erst in den vergangenen drei Jahren zugelegt.

Umweltfreundlich und günstig zugleich

Auch bei den Stromkosten überzeugt das Elektrofahrrad: Das Aufladen eines modernen 500 Watt Akkus, mit dem sich je nach Fahrstil bis zu 120 Kilometer zurücklegen lassen, kostet etwa 15 Cent - bezogen auf einen Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde. Damit sind E-Bikes und Pedelecs im Vergleich zum Auto oder Roller konkurrenzlos günstig. Die meisten (95,5 Prozent) laden das Elektrofahrrad zu Hause auf. Wer auch dabei an die Umweltbilanz denkt, entscheidet sich für Ökostrom - damit ist das Rad mit Rückenwind eine rundum klimafreundliche Alternative. Knapp jeder Dritte (28 Prozent) „tankt“ nach eigenen Angaben den Akku ausschließlich mit grünem Strom.


Umsatteln aufs Dienstrad

Aspekte Klimaschutz und Gesundheit: Fahrradleasing wird in Unternehmen und im öffentlichen Dienst immer beliebter.

 Mit dem Bike ins Büro. Vom Arbeitgeber geleaste Fahrräder lohnen sich finanziell ebenso wie für die Umwelt und die eigene Gesundheit. Bild: djd/www.mein-dienstrad.de
 Mit dem Bike ins Büro. Vom Arbeitgeber geleaste Fahrräder lohnen sich finanziell ebenso wie für die Umwelt und die eigene Gesundheit. Bild: djd/www.mein-dienstrad.de

Das Firmenauto als Bonus zum Gehalt und als Statussymbol war gestern. Stattdessen satteln immer mehr Mitarbeiter auf zwei Räder um. Dienstlich geleaste Fahrräder bieten Arbeitnehmern finanzielle Vorteile. Hinzu kommen Aspekte des Klimaschutzes und der Stärkung der eigenen Gesundheit durch viel Bewegung an frischer Luft.

Gerade mit E-Bikes lassen sich längere Wege zum Arbeitsplatz täglich mühelos meistern. Die Kommunen folgen dieser Entwicklung und arbeiten an neuen Verkehrskonzepten, zum Beispiel mit eigenen Pendlertrassen, ausgewiesenen Fahrradstraßen und generell mehr Raum für Zweiräder.

Dienstfahrrad mit steuerlichen Vorteilen

Einen zusätzlichen Schub erhält der Trend durch den Abschluss, auf den sich Gewerkschaften und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) im Oktober 2020 geeinigt haben. Knapp 1,5 Millionen Angestellte der VKA dürfen somit in Zukunft ebenfalls ein Dienstrad leasen. Der neue Tarifvertrag lässt erstmals eine Gehaltsumwandlung für Fahrräder und E-Bikes zu. Statt sich selbst ein Fahrrad oder E-Bike zu kaufen, ist für Arbeitnehmer das Leasing durch den Arbeitgeber vorteilhaft. Mit Dienstradleasing können bis zu 40 Prozent der Anschaffungskosten gespart werden. Die Zahlung erfolgt in monatlichen überschaubaren Beträgen. Wenn der Chef zustimmt, dürfen anders als beim Dienstauto im Grunde alle Arbeitnehmer ein Dienstfahrrad erhalten und dabei von den steuerlichen Begünstigungen profitieren. Dank der geringen monatlichen Versteuerung von 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises (UVP) darf das Dienstrad in der Freizeit für private Touren genutzt werden.

Immer die neueste Technik

Die Auswahl des neuen Dienstrades ist denkbar einfach: Der Arbeitnehmer wählt sein persönliches Wunschmodell im örtlichen Fachhandel aus. Die Nutzungsrate wird bequem mit der monatlichen Gehaltsabrechnung abgeführt. Nach Ende der Laufzeit lässt sich ein neues hochwertiges Dienstrad beantragen. „Besonders bei E-Bikes ist das interessant, da man somit stets ein Modell mit den modernsten Technologien fährt“, erklärt Ronald Bankowsky von mein-dienstrad.de. Das Unternehmen arbeitet bundesweit mit über 4000 Fachhändlern zusammen.


Ab aufs Rad

Tipps, die dabei helfen, sich im Alltag fürs Radfahren zu entscheiden.

Bild: djd/Hypervital/Getty
Bild: djd/Hypervital/Getty

1. Mit gutem Gefühl starten

Ein schneller Check der Ausrüstung verschafft ein positives Gefühl. Es gibt eine große Vielfalt an Fahrradbekleidung für alle Wetterlagen. Wer es etwas weiter hat, erreicht mit einem Pedelec schnell und ohne Schwitzen das Ziel. Helm und Radbekleidung am besten am Vortag zurechtlegen, das erleichtert den Start am Morgen.
 
 

2. Belohnungsrituale einführen

„Wenn ich heute den Einkauf mit dem Rad meistere, gönne ich mir später einen Cappuccino.“ Gerade an Tagen, an denen es nicht so leichtfällt, aufs Rad zu steigen, sollte man sich hinterher belohnen. Vorfreude ist die besteMotivation.

3. Sich mit anderen zusammentun

In der Gemeinschaft fällt es leichter, gute Gewohnheiten zu verinnerlichen. Für Menschen mit dem gleichen Arbeitsweg bietet es sich etwa an, die gesamte oder einen Teil der Strecke gemeinsam zurückzulegen und sich so gegenseitig zu motivieren.

4. Die Umgebung neu entdecken

Und täglich grüßt eine neue Rad-Strecke: Eine abwechslungsreiche Fahrradfahrt zur Arbeit kann vorher unbekannte Einblicke in die eigene Umgebung bringen. Also ruhig mit der Streckenplanung experimentieren und neue Wege entdecken.

zuletzt aktualisiert: 2021-03-22, 14:47 Uhr
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