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Beruf & Bildung

Ohne Elektroniker geht‘s nicht

Fundiertes Können und regelmäßige Weiterbildung machen Innungs-Elektroniker zu gefragten Fachleuten auch bei nachhaltigen Technologien.

19.06.2020
Bild: ZVEH

Bild: ZVEH

Unterwegs mit E-Roller, E-Scooter, E-Bike: Elektromobilität ist schwer im Kommen. Dafür braucht es Ladestationen, die in naher Zukunft immer häufiger auch im öffentlichen Raum zu finden sein werden. Zuständig für die Installation sind die Elektroniker. Sie montieren die Photovoltaikanlage aufs Dach, installieren Wärmepumpen und Lüftungsanlagen für Niedrigenergiehäuser, verlegen Leitungen und sorgen dafür, dass Menschen sich dank intelligenter Sicherheits- und Alarmanlagen zuhause geborgen fühlen können. Ohne den Elektriker oder die Elektrikerin geht nichts. 

E-Handwerk ist grünes Handwerk  

„Dass die E-Handwerke zusammen mit anderen Handwerksbranchen mit die wichtigsten Akteure bei der Umsetzung der vielgerühmten Energiewende sind, steht außer Frage“, meint Herbert Biesinger, Obermeister der Elektro-Innung Tübingen. „Ohne uns würde das Ziel der Energiewende nicht funktionieren - wir sind die Partner der Energiewende!“  

Der Obermeister freut sich, dass der vielseitige Ausbildungsberuf für so viele junge Leute attraktiv ist.

Elektroinnung Tübingen

Zukunftstrends

„Von der Installation einer Ladesäule für ein Elektrofahrzeug über das Vernetzen von smarter Technik in einem Gebäude bis hin zum digitalen Einbruchschutz – unsere Auszubildende dürfen jeden Tag mit aktueller Technik und spannenden Zukunftstrends arbeiten“, erklärt Biesinger, „natürlich gehören auch die elektronischen Basisarbeiten zur Ausbildung dazu. Da wird es niemandem langweilig“.

Mehr als die Hälfte aller Gebäude seien heute über 50 Jahre alt. „In den kommenden Jahren müssen viele davon an die heutigen Anforderungen angepasst werden“, weiß der Innungsobermeister. „Auch in diesem Bereich können uns die Auszubildenden tatkräftig unterstützen. Vom Hausanschluss über die Unterverteiler bis hin zur Küche und zur immer innovativer und energiesparender werdenden Beleuchtung“. Die Ausbildung im E-Handwerk ist somit ausgesprochen breit gefächert und abwechslungsreich. Gesellinnen und Gesellen der Elektro-Branche haben eine gesicherte berufliche Zukunft.

Beliebt: Ausbildung im E-Handwerk

Der „Elektroniker mit der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik“ gehört zu den beliebtesten Ausbildungsberufen im Handwerk. Nach vier Erfolgsjahren mit guten Zuwachsraten haben die E-Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg im Jahr 2018 erneut mehr Ausbildungsverträge als im Jahr zuvor abgeschlossen, wie der Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg veröffentlichte.

Sieben verschiedene Berufe bieten interessante und höchst abwechslungsreiche Ausbildungsplätze. Zur Auswahl stehen Elektroniker in den vier Fachrichtungen Energie- und Gebäudetechnik, Informations- und Kommunikationstechnik, Automatisierungstechnik sowie Maschinen und Antriebstechnik, Systemelektroniker und schließlich Informationselektroniker in den beiden Fachrichtungen Geräte- und Systemtechnik sowie Bürosystemtechnik. „Gerne können sich Schüler bei unseren Fachbetrieben oder bei uns in der Elektro-Innung über die Ausbildungsberufe informieren,“ bietet Herbert Biesinger an.

Ohne Strom läuft nichts

Vom Smartphone über den cleveren Kühlschrank bis hin zur Solartechnik – ohne Elektronik läuft heutzutage nichts mehr. Die Ausbildungsgänge in den elektro- und informationstechnischen Handwerken sind breit gefächert und abwechslungsreich. Für alle, die gerne individuell am PC, aber auch im Team arbeiten und sich für Antriebs-, Gebäude- oder Steuerungstechnik begeistern, ist das E-Handwerk eine gute Wahl. Zudem tragen E-Handwerker durch effiziente und automatisierte Lösungen viel zur Energieeinsparung und Digitalisierung bei. Vor allem aber sind in der modernen, vernetzten Welt von heute die Zukunftschancen glänzend. Derzeit suchen aufgrund der guten konjunkturellen Lage E-Handwerksbetriebe deutschlandweit kompetenten Fachkräftenachwuchs.

Info
Weitere Informationen zur Ausbildung im E-Handwerk und freien Stellen gibt es unter www.e-zubis.de oder bei der Elektro- Innung Tübingen www.elektroinnung-tuebingen.de


E-Handwerk ist grün

Nachhaltigkeit und Klimaschutz gehören dazu

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Die E-Fachbetriebe sind aktiv an der Umsetzung der Energiewende beteiligt. Photovoltaik, hocheffiziente Wärmepumpen, elektrische Speichertechnologien, grüne Speicherheizung und Anwendungen der E-Mobilität gehören längst zum Spektrum, in dem die Kunden individuell beraten werden. Elektriker sind diejenigen, die zum Beispiel die Photovoltaikanlage auf dem Dachmontieren und warten sowie die Ladeinfrastruktur für das neugekaufte Elektrofahrzeug am Haus vor Ort installieren. Ohne sie würde das Ziel der Energiewende nicht funktionieren.

Zum aktuellen Klimaschutzprogramm der Bundesregierung äußert sich Thomas Bürkle, Präsident des Fachverbands Elektro- und Informationstechnik Baden- Württemberg kritisch: „Das Klimaschutzprogramm wertet die Geschäftsfelder der E-Handwerke insgesamt auf, die Maßnahmen sind aber bei Weitem noch nicht ausreichend, um einen nachhaltigen Klimaschutz und die damit verbundenen politischen Ziele zu erreichen.“

Weiter ist Bürkle überzeugt, dass „wir in der Zeit nach Corona die Chance nutzen sollten, die Wirtschaft auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu trimmen, auch wenn das Geld knapp sein wird und der Arbeitsplatzerhalt im Vordergrund stehen dürfte.“
  

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