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Neubau, Umbau & Sanierung

In neuem Glanz

Wiederbezug der sanierten Friedrich-List-Gemeinschaftsschule

21.12.2018
Bilder: Uhland2
Bilder: Uhland2

Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit kann die neu sanierte Friedrich-List-Schule in Mössingen pünktlich zu Weihnachten bezogen werden. Insgesamt investierte die Stadt Mössingen rund 7,35 Millionen Euro in die Sanierung.


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In den 50er-Jahren wurde mit dem Bau eines Schulzentrums für Mössingen begonnen. Mit den beiden ersten Gebäuden, der Gottlieb-Rühle-Schule von 1957 und der Friedrich-List-Schule, 1967 erbaut, wurden von dem Architekten Manfred Lehmbruck herausragende Bauten verwirklicht. Beide Gebäude sind inzwischen, wie das Pausa-Ensemble, denkmalgeschützt. Nach vielen Jahren intensiver Nutzung benötigt auch ein mit viel Voraussicht geplantes Gebäude eine Überarbeitung. Bereits 2010 begannen die Überlegungen für dieses Vorhaben. Im Dezember 2012 wurde das Architekturbüro Rempfer aus Mössingen mit der Planung beauftragt. Die Grundstruktur des Gebäudes wurde erhalten. „Lehmbruck hat sich bei der Konzeption wirklich etwas gedacht und für die Zukunft gebaut“, schwärmt Architekt Ernst-Martin Rempfer. Die zentrale Aula mit Galerie bildet den Mittelpunkt des Schulgebäudes. Materialien in natürlicher Beschaffenheit und Farbe mit wenigen blauen Bauteilen tragen zu dem ruhigen, sehr wertigen Erscheinungsbild bei.


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Die Aula (links) bildet das Herzstück der sanierten Friedrich-List-Schule. Alle Klassenräume (rechts) sind nahezu quadratisch geschnitten
Die Aula (links) bildet das Herzstück der sanierten Friedrich-List-Schule. Alle Klassenräume (rechts) sind nahezu quadratisch geschnitten

Ein wahres Schmuckstück der Aula ist der Bühnenvorhang der als Motiv zwei Jünglinge, entworfen von HAP Grieshaber, zeigt. Der Vorhang, einst in der Mössinger Pausa bedruckt, wurde in der Werkstatt einer Textilrestauratorin aufwändig gewaschen. Das technische Highlight der Bühne ist eine versenkbare Wand, die den Bühnenbereich im normalen Schulbetrieb zum Musiksaal macht. Das Schulgebäude hat zwei Geschosse, mit einer Nettogeschossfläche von circa 4030 Quadratmetern, und ein Untergeschoss. Es wurden im Hauptgebäude um die Aula herum 13 Lerngruppen-Räume eingerichtet, zwei Lernateliers für das individuelle Lernen, zwei Musikräume mit Nebenraum, die Schulverwaltung mit drei Lehrerzimmern, Sozialarbeit und sämtlichen benötigten Nebenräumen sowie ein Schüleraufenthaltsraum. Weitere Räume für Lerngruppen und die Fachräume der Naturwissenschaften befinden sich im Erweiterungsbau. Fachräume für Technik, Hauswirtschaft und Kunst sind im Quenstedt-Gymnasiumuntergebracht.


Rempfer Architekten

Auch das große Lehrerzimmer erstrahlt in neuem Glanz.
Auch das große Lehrerzimmer erstrahlt in neuem Glanz.

Von Grund auf saniert

Seit seiner Erbauung wurden nur geringfügige Eingriffe in das Gebäude vorgenommen und die Substanz ist in einem sehr guten Zustand. „Das hat uns die Arbeit natürlich erleichtert“, so Rempfer. Außer einer Wiederauffrischung war eine Überarbeitung der technischen Ausstattung und der Einrichtungen für den Brandschutz aber dringend nötig.

Zur vertikalen barrierefreien Erschließung wurde in enger Abstimmung mit dem Denkmalamt ein Aufzug eingebaut, die Fenster und Verschattungsanlagen ausgetauscht, das Dach neu abgedichtet und die gesamte Technik vollständig erneuert. Eine energetische Ertüchtigung war auf Grund des Denkmalschutzes nur im Bereich des Daches und der neuen dreifach verglasten Fenster und im Bereich der Gebäudetechnik möglich. Berücksichtigt werden musste bei der Sanierung auch die Weiterentwicklung der bisherigen Realschule zu einer Gemeinschaftsschule. Den geänderten Anforderungen an den heutigen Schulbetrieb und die Größe der Schule musste das Raumprogramm angepasst werden. Die Fachräume wurden aus diesem Grund ausgelagert und in ein Lernatelier und einen Musikraumumgewandelt.

In der ersten Woche nach den Ferien können dann die Schüler ihre neuen Klassenräume beziehen und in ihrer neu sanierten Schule ins neue Jahr starten.

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