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Kultur & Veranstaltungen

Fasnet in „Bethlehem“

In Dettingen wird die Fasnet nach altem Brauch gefeiert

07.02.2019
Die Dettinger Lumpenkapelle „Nie-Net“ sorgt auf der Dettinger Fasnet im ganzen Ort für ausgelassene Stimmung.
Die Dettinger Lumpenkapelle „Nie-Net“ sorgt auf der Dettinger Fasnet im ganzen Ort für ausgelassene Stimmung.

Die Wurzeln der Dettinger Fasnet liegen vermutlich im 16.Jahrhundert, dennoch dauerte es bis 1990, bis sich eine gute Handvoll Dettinger zur „Narrenzunft „Dettingen“ formierte. Um 1900 kam die Fleckafasnet in Mode und wird bis heute mit großer Leidenschaft gepflegt.

Organisierte Umzüge gibt es in Dettingen seit 1955, damals organisiert vom TSV. Maskenabstauben am Dreikönigstag, Aufstellen des Narrenbaumes, Schülerbefreiung und Rathausstürmung, Brauchtums- und Showtanzabend sowie die Narrentaufe als fester Bestandteil der organisierten Fasnet ist der Narrenzunft zu verdanken.

Die erste Narrengruppe der Zunft war das „Rammertweible“, das mit seinem Gegenpart, dem „Waldarbeiter“ auf einer Sage beruht: Dettingen zählte bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts zu den ärmsten Gemeinden der Umgebung, was ihnen den Beinamen „Bethlehemer“ einbrachte. Viele Dettinger Männer waren darauf angewiesen, sich als Waldarbeiter ein Zubrot zu verdienen. Dort erschien ihnen das „Rammertweible“, eine ältere, freundliche Frau, die immer wieder spurlos verschwand, sobald jemand sich näherte oder sie ansprach.

Das gilt genauso für Rammertweible und Waldarbeiter, Hôb und Hollsteinhexen und natürlich die beiden Showtanzgruppen.
Das gilt genauso für Rammertweible und Waldarbeiter, Hôb und Hollsteinhexen und natürlich die beiden Showtanzgruppen.

Die „Waldarbeiter“ tragen als Erkennungsmerkmal Glocken am Häs, die früher an den Holzschlitten und Pferdefuhrwerken befestigt waren, ebenso ein Beil. „Die Rammertweible“ sind mit Korb und Stock ausgestattet. Gemäß der Sage ist das Häs der beiden Figuren in den Farben des Waldes gehalten und mit Motiven des Waldes, Reisig und Blättern, bestückt.

Dazu kam im Lauf der Jahre und stetig wachsender Mitgliederzahlen der „Hôb“, ein Dettinger Weißnarr, der sich an den Weinbauern orientiert und mit deren Werkzeug, der Hôb, ausgestattet ist. Auch die „Höllsteinhexen“ sind aus dem Dettinger Fasnetsleben nicht mehr wegzudenken. Seit der Fasnet 1998 werden die Hästräger durch die Lumpenkapelle „Nia-Net“ verstärkt. Sie zählt zwischenzeitlich knapp 30 Musikerinnen und Musiker, die mit großem Engagement für den richtigen Tonsorgen.

Nicht bei den Umzügen, sondern ausschließlich bei den Abendveranstaltungen dabei sind die beiden Showtanzgruppen der Zunft. In den Jahren 1997 beziehungsweise 1998 ins Leben gerufen, haben die beiden Gruppen mittlerweile eine Qualitäterreicht, die den Gruppen selbst, vor allem aber dem Verein ein enormes Ansehen eingebrachthaben.

Im reichhaltigen Fasnetsprogramm (siehe Kasten) der Dettinger Narrenzunft können Närrinnen und Narren der Region bis zum Aschermittwoch jede Menge erleben – vor allem gute Laune!

PROGRAMM

Fasnet in „Bethlehem“ Image 1
Freitag, 8. Februar
20 Uhr Narrennacht mit zahlreichen Auftritten sowie der Band „Fashion Music“ in der Mehrzweckhalle AUSVERKAUFT, keine Abendkasse!!

Sonntag, 10. Februar
11 Uhr Zunftmeisterempfang in der Mehrzweckhalle
13.30 Uhr Umzug mit 2500 Mitwirkenden

Donnerstag, 28. Februar
10 Uhr Befreiung der Schülerinnen und Schüler; Programm in der Mehrzweckhalle
11.15 Uhr Narrenmesse und Umzug der Kinder ins Zunfthaus
12.30 Uhr gemeinsames Mittagessen im Zunfthaus
14.30 Uhr Kinderkostümprämierung, Schlüsselübernahme und Kinderprogramm

Samstag, 2. März
19.30 Uhr Erste Bethlehemer Fasnet mach dem Motto „Dirndlrock trifft Alpenbock“. Fleggagschwätz, Sketche, Auftritte von Gruppen und Talenten aus Dettingen und Umgebung

Dienstag, 5. März
18.30 Uhr Narrentaufe und Versteigerung des Narrenbaumes
21 Uhr Verbrennung der Fasnet vor dem Zunfthaus

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