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Neubau, Umbau & Sanierung

Kommunikativer Lernort

Die Fachschule der Sophienpflege in Tübingen-Pfrondorf präsentiert sich nach der umfassenden Sanierung mit einem lebendigen und offenen Charakter.

07.12.2021

Nach der umfassenden Sanierung nicht wiederzuerkennen ist das Gebäude im Hägnach 3 in Pfrondorf, in das Ende der 1960er-Jahre Heimkinder der Tübinger Sophienpflege einzogen und das seit 1974 eine Fachschule für Sozialwesen beherbergt. Relikte aus vergangenen Zeiten wie Abstellkammern und kleine „Kabuffle“ wurden aufgelöst, und das Raumkonzept als Ganzes mit kreativen Ideen überarbeitet.

Riehle+Assoziierte GmbH+Co.KG

Zeitgemäße Ausstattung

Auszubildende und Lehrkräfte freuen sich seit Mitte Oktober über eine moderne und zeitgemäß ausgestattete Schule: Die Kursräume verfügen über Smart-Boards, es gibt viele Gruppenarbeitsräume, in Pausen – und auch zum Arbeiten – kann das Selbstversorger-Bistro genutzt werden. Für den Kunstunterricht gibt es einen großen, gut ausgestatteten Werkraum, und für das Fach Ernährung und Hauswirtschaft steht eine neue Lehrküche mit zwei zentralen Kochinseln zur Verfügung. Überall besteht Zugang zum W-LAN, die Flachdächer wurden mit Photovoltaik ausgestattet, und auch der Brandschutz erhielt unter anderem mit einem neuen Fluchtwegekonzept einen aktuellen Stand. Das ganze Gebäude erscheint freundlich und hell, durch die großen Fenster kann der Blick in den nahen Wald schweifen.

ib/h2

Vorbildliche Umsetzung

Rund 2,5 Millionen Euro investierte die Sophienpflege in den Umbau und die Sanierung ihrer Fachschule für Sozialwesen. Den Neubau auf der Pfrondorfer Höhe hatte 1969 Architekt Eugen Riehle konzipiert. Das renommierte Reutlinger Architekturbüro Riehle + Assoziierte kam auch bei der Sanierung wieder zum Zuge. Bauleiter Werner Neuscheler sowie die Architektin Gudrun Vöhringer sorgten dafür, dass Umbau und Modernisierung von insgesamt 1500 Quadratmetern trotz Lieferengpässen in fünf Monaten reibungslos gelang. Auch der Außenbereich wird neu gestaltet – die Arbeiten erfolgen im kommenden Frühjahr.

An der Baumaßnahme waren über zwanzig verschiedene Firmen beteiligt, die zu einem großen Teil für die dezentral strukturierte Sophienpflege bereits in anderen Projekten tätig waren.

Kommunikationstechnisch auf neuestem Stand: Die Kursräume verfügen über Smartboards (oben links). Für das Fach Ernährung und Hauswirtschaft wurde eine Lehrküche mit zwei zentralen Kochinseln eingerichtet (oben rechts). Die hellen Lernräume sind ideal für konzentriertes Arbeiten (Mitte). Das Selbstversorger-Bistro ist ein kommunikativer Treffpunkt in Pausen und für Arbeitsgruppen (unten). Bilder: Uhland2
Kommunikationstechnisch auf neuestem Stand: Die Kursräume verfügen über Smartboards (oben links). Für das Fach Ernährung und Hauswirtschaft wurde eine Lehrküche mit zwei zentralen Kochinseln eingerichtet (oben rechts). Die hellen Lernräume sind ideal für konzentriertes Arbeiten (Mitte). Das Selbstversorger-Bistro ist ein kommunikativer Treffpunkt in Pausen und für Arbeitsgruppen (unten). Bilder: Uhland2

Zum Teil musste aber auch neu gesucht werden, weil der Umfang der Maßnahme für den einen oder anderen Betrieb zu groß beziehungsweise nicht mehr in den gut gefüllten Auftragsbüchern unterzubringen war. So ist die in der Sophienpflege für diesen Bereich zuständige Vorständin für Wirtschaft und Finanzen, Sabine Rudel, allen Auftragnehmern des Bauvorhabens sehr dankbar: „Wir wissen es zu schätzen, dass die externen Beteiligten bis zuletzt jede Hürde und Durststrecke zu überwinden wussten, die bei Maßnahmen in einem Bestandsbau entstehen können.“ Nicht zuletzt zeigte sich das gute Miteinander aber auch intern, denn ohne die unermüdliche und unkomplizierte Unterstützung durch die Schulleitung der Fachschule, Elke Steinbacher und ihren Stellvertreter Daniel Stehle, wären manche kurzfristig zu treffenden Entscheidungen in der Bauphase und bis zum Bezug des Gebäudes nicht so schnell umsetzbar gewesen.

Tag der offenen Tür in 2022 geplant

Das Team der Fachschule plant für das Frühjahr 2022 einen Tag der offenen Tür, an dem sich alle Interessierten selbst einen Eindruck verschaffen können.


Hervorragende Perspektiven

Durch die Sanierung ist die Fachschule für Sozialwesen ein noch attraktiverer Lernort geworden, an dem die Auszubildenden für eine breite Palette an Arbeitsfeldern im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe ausgebildet werden. Einsatzbereiche sind unter anderem Wohngruppen, Ganztagsschulen, Jugendhäuser, Kitas sowie die Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Zwei Ausbildungswege führen zum Abschluss als staatlich anerkannte/r Erzieher/in mit Schwerpunkt Jugend- und Heimerziehung (Bachelor Professional in Sozialwesen): die durch das Aufstiegs-Bafög geförderte Vollzeitausbildung (zwei Jahre Fachschule plus Berufspraktikum) und die praxisintegrierte Ausbildung (drei Jahre im Wechsel von Theorie- und Praxisphasen mit Anstellung bei einem Arbeitgeber).

Die Chancen, einen Job zu finden, stehen für die momentan rund 180 Fachschülerinnen und Fachschüler sehr gut, leistet die Sophienpflege mit ihrer Fachschule doch einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung des Fachkräftemangels in sozialpädagogischen Arbeitsfeldern.

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