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Jetzt richtig pflanzen

So machen Sommerblumen lange Freude.

18.05.2020
Ein Hauch von Wildnis: Mit einer Natursteinmauer im Rücken, Kies statt Pflaster und sonneliebenden Stauden stellt sich rasch ein mediterranes Lebensgefühl ein. Bild:GMH/Bettina Banse

Ein Hauch von Wildnis: Mit einer Natursteinmauer im Rücken, Kies statt Pflaster und sonneliebenden Stauden stellt sich rasch ein mediterranes Lebensgefühl ein. Bild:GMH/Bettina Banse

Gerade in diesen herausfordernden Zeiten haben wir uns eine Blütenpracht verdient: In den Gärtnereien und im gärtnerischen Fachhandel gibt es derzeit eine große Auswahl an Zierpflanzen, in deren Aufzucht die heimischen Gärtner viel Zeit und Arbeit investiert haben. Damit sie sich weiter prächtig entwickeln, sollten die passenden Sorten gekauft und ein paar Dinge beachtet werden. Ob im Beet oder auf dem Balkon: Mit diesen vier Experten-Tipps kann in Sachen optimaler Pflege für Sommerblumen praktisch nichts mehr schiefgehen.

SPÄTH Garten

Tipp 1: Passende Pflanzen für den Standort wählen

Es gibt sonnenverträgliche Arten und Sorten, die sich auf einem Südbalkon wohlfühlen. Dazu gehören unter anderem mediterrane Pflanzen wie Salbei (botanischer Name: Salvia) und Lavendel (Lavandula). Geranien (Pelargonium), Petunien (Petunia) und Margeriten (Argyranthemum) gehören ebenfalls zu den hitzeverträglichen Pflanzen. Auch wer einen schattigen Nordbalkon hat, braucht auf üppige Blütenpracht nicht verzichten. Abseits der Sonne entwickeln sich Begonien (Begonia), Fleißiges Lieschen (Impatiens) und Fuchsien (Fuchsia) prächtig. Wer unsicher ist, welche Pflanzen sich für sein Beet oder den Balkon eignen, sollte sich fachkundige Beratung suchen. Die gibt es im Gartenfachhandel, wo auch die Auswahl an unterschiedlichen Sorten besonders groß ist.

Tolle Sommerblumen: bienenfreundlicher Ziersalbei (Salvia), weißes Steinkraut (Alyssum), rot blühender Ziertabak (Nicotiana), gelboranger Zweizahn (Bidens) und duftende Vanilleblume (Heliotrop). Bild: GMH/FGJ
Tolle Sommerblumen: bienenfreundlicher Ziersalbei (Salvia), weißes Steinkraut (Alyssum), rot blühender Ziertabak (Nicotiana), gelboranger Zweizahn (Bidens) und duftende Vanilleblume (Heliotrop). Bild: GMH/FGJ

Tipp 2: Platz fürs Wachstum einplanen

Zwischen den Pflanzen sollten die Abstände beachtet werden, die eine Sorte für eine optimale Entwicklung benötigt. Der Platzbedarf steht in der Regel auf dem Etikett oder kann beim Gartenfachhändler erfragt werden. Auch die Wurzeln benötigen Raum zum Ausbreiten. Das gilt im Beet und insbesondere in Töpfen, Kübeln und Kästen. Je größer das Erdvolumen ist, desto mehr Wurzelraum steht den Pflanzen zur Verfügung und desto besser können sie sich entfalten. Große Pflanzgefäße trocknen zudem langsamer aus als kleine, weshalb hier gilt: Je mehr Platz, desto besser.

Tipp 3: Nicht an Substrat und Dünger sparen

Eventuell vom Vorjahr vorhandene Erde in Gefäßen und Kästen sollte zu Saisonbeginn ausgetauscht werden. Für einen optimalen Start der Blühpflanzen empfehlen Experten hochwertige, vorgedüngte Erde zu nehmen. Dabei sollte man auf gute Qualität achten. Nach vier bis sechs Wochen muss bei vielen Erden bereits nachgedüngt werden. Dies kann für zwei bis drei Monate durch einen organischen oder mineralischen Langzeitdünger mit ausgewogenem Nährstoffverhältnis geschehen. Ansonsten ist es nötig, Blühpflanzen ein- bis zweimal pro Woche mit Flüssigdünger zu versorgen.

Tipp 4: Wassermenge richtig dosieren

Für ein optimales Wachstum brauchen Pflanzen die richtige Menge Wasser. Regelmäßiges Gießen verhindert, dass die Blumenerde stark austrocknet und sich zusammenzieht. Das schadet nicht nur den Pflanzen, sondern erschwert auch die Wasseraufnahme. Anstatt vom Substrat aufgenommen zu werden, läuft das Wasser dann durch die entstandenen Hohlräume ungenutzt ab. Wichtig ist auch, dass die Wurzeln nicht in überschüssigem Wasser stehen. Eine Drainageschicht am Boden eines Gefäßes, zum Beispiel aus Blähton oder Kies, verhindert Staunässe. Ein Loch am Boden des Behälters lässt überschüssiges Wasser ablaufen. So können sich die Sommerblumen optimal entwickeln.

Insektenfutter  

Sommerpflanzen verbinden das Schöne mit dem Nützlichen.

Schmückt der Mensch seine Umwelt mit Pflanzen, kann davon auch die Insektenwelt profitieren. Insbesondere für Honig- und Wildbienen sind viele unterschiedliche Blüten über die Saison verteilt eine echte Bereicherung. Und auch dem Menschen tut eine lebendige Umgebung nun mehr als gut. Den Insekten hilft jede Nahrungsquelle. Das kann ein Blühstreifen im eigenen Garten sein, das Beet um den Straßenbaum vor der Haustür, der Balkonkasten vor dem Fenster oder der Blumenkübel an der Haustür. Zu den Pflanzen mit Nährwert zählen unter anderem farbenfrohe Zinnien (Zinnia elegans), sonnenliebende Duftnesseln (Agastache), filigrane Katzenminze (Nepeta), ausdauernd blühender Mehlsalbei (Salvia farinacea), überhängende Fächerblume (Scaevola) und schattenverträgliche Purpurglöckchen (Heuchera). Fachhändler bieten eine große Auswahl an insektenfreundlichen Sorten mit langer Blühdauer an.

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