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Kultur & Veranstaltungen

In sicherer Hand

Friedhofsgärtner gestalten jahreszeitlich wechselnde Bepflanzung

08.10.2020

Schon seit vielen Jahren bieten die Friedhofsgärtner Grabpflegeverträge an. Ihr Dienst reicht vom Gießen in der Urlaubszeit bis zum kompletten Rundumservice – ganz abhängig davon, welche Aufgaben die Familienmitglieder selbst übernehmen wollen und können.

Viele ältere Menschen machen sich Sorgen darüber, wer später ihr Grab beziehungsweise das Familiengrab pflegen wird. Die Generationen einer Familie leben heute häufig weit voneinander entfernt. Singles und kinderlose Paare haben oft niemanden, der sich um die Grabpflege kümmern könnte. Eine Entlastung bietet der Dauergrabpflege-Vertrag, mit dem man bereits zu Lebzeiten die spätere Pflege des Grabes regelt. Vertragspartner sind die Treuhandstellen und Genossenschaften sowie die von diesen autorisierten Friedhofsgärtner. Das garantiert die Erfüllung aller getroffenen Vereinbarungen über die gesamte Vertragslaufzeit.

Die vertraglichen Vereinbarungen und der Umfang der Leistungen lassen sich flexibel auf die Bedürfnisse des Kunden zuschneiden. Zum Service-Angebot der Friedhofsgärtner gehört neben der regelmäßigen Grabpflege S auch die Neuanlage und Bepflanzung des Grabes, ebenso die Gestaltung des Blumenschmucks zur Trauerfeier und zu den Totengedenktagen. Üblich ist auch eine jahreszeitlich wechselnde Bepflanzung. Im Dauergrabpflegevertrag kann beispielsweise auch festgelegt werden, dass das Grab an bestimmten persönlichen Gedenktagen mit einem besonderen, nach den Vorstellungen des Kunden gefertigten Pflanzenarrangement verschönert wird.

Ausdruck der Individualität

Grabsteine als Symbol der Erinnerung

Bilder: GdF
Bilder: GdF

Jeder von uns erlebt einmal den Verlust eines lieben Menschen. Ein Anlass sich mit dem Unfassbaren auseinanderzusetzen, bietet der Moment der Auswahl des Grabsteines bei der Beratung durch den Steinmetz und Bildhauer.

Er wird sich mit den Hinterbliebenen über das Wesen des verstorbenen Menschen unterhalten und so zusammen mit den Hinterbliebenen ein passendes und individuell gestaltetes Grabdenkmal schaffen, das gleichzeitig auch ein Stück Trauerarbeit sein kann.

Ein Grabmal kann und sollte zum Ausdruck bringen, wo der Verstorbene den Schwerpunkt seines Lebens hatte. Das kann beispielsweise die Hingabe an die Familie, die Beschäftigung mit Glaubensfragen, das berufliche Engagement, die Liebe zur Natur oder zur Kunst sein.

Der Steinmetz und Bildhauer ist in der Lage, durch die Formgebung, den Text, die Schrift und die Ornamentik, etwas vom Wesen des Verstorbenen sichtbar zu machen und erinnernd für die Hinterbliebenen festzuhalten. Jedes Grabmal ist individuell gestaltet und zeigt die Vielzahl der Ausdrucksmöglichkeiten für einen Verstorbenen, an den man sich immer wieder beim Besuch seiner Grabstätte erinnern und gedanklich mitteilen möchte.

Zeit, zu Trauern

Mit Blumen und Kränzen gedenken

Der Brauch, an Allerheiligen die Gräber zu schmücken, ist im westlichen Kulturkreis weit verbreitet. Mit Blumen und Pflanzen lässt sich die letzte Ruhestätte eines geliebten Menschen individuell und höchst persönlich gestalten. Der Grabschmuck ist Ausdruck der Trauer, aber auch Zeichen der Verbindung mit den Verstorbenen. Eine Grabgestaltung mit den Lieblingspflanzen der Begrabenen zeigt die besondere Wertschätzung über den Tod hinaus.

Beim herbstlichen und winterlichen Grabschmuck versinnbildlichen gebundene Kränze aus bunt gefärbten Herbstblättern oder immergrünen Zweigen den Aspekt der Vergänglichkeit, aber gleichzeitig auch den immerwährenden Kreislauf des Lebens. Eine Kombination mit Efeu steht aufgrund der dreieckigen Efeublätter für die christliche Dreifaltigkeit von Vater, Sohn und Heiligem Geist.

Auch herbstliche Gestecke mit Früchten der Jahreszeit, mit Kornähren, Lampionblumen, Hagebuttenzweigen, Nüssen, Silberblatt, bunten Astern und üppig blühenden Chrysanthemen zieren zu den Trauertagen und darüber hinaus die Grabstätten. Chrysanthemen waren gemeinsam mit Palm- und Lorbeerzweigen sowie Rosen die klassischen Bestandteile der Gedenk-Kränze, die in Süddeutschland um 1900 sehr populär waren. Auch heute noch leuchten in Erinnerung an die Seelen der Verstorbenen auf vielen Friedhöfen vor allem im November viele Grablichter und verbreiten eine geheimnisvolle Atmosphäre. Diese Grableuchten brennen als Ewige Lichter zum Schutz der Verstorbenen vor bösen Geistern und symbolisieren das Ewige Leben.

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