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Bauen und sanieren

Hausmodernisierung im Frühjahr

Mit einem Sanierungsfahrplan sicher ans Ziel kommen

12.02.2021
Ein Modernisierungs-Check bildet eine gute Grundlage, um die Sanierung oder Modernisierung eines Altbaus zu planen. Bild: djd/Bauherren-Schutzbund e.V

Ein Modernisierungs-Check bildet eine gute Grundlage, um die Sanierung oder Modernisierung eines Altbaus zu planen. Bild: djd/Bauherren-Schutzbund e.V

Das Thema Sanierung und Modernisierung steht bei vielen Besitzern älterer Immobilien auf der To-do-Liste. Die Gründe dafür können vielfältig sein, sie reichen vom Wunsch nach mehr Komfort und Wohnqualität über energetische Verbesserungen bis hin zum Ausoder Anbau, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen.

Modernisierungs-Check als Grundlage für eine gute Planung

„Bevor man mit einer einzelnen Maßnahme beginnt, sollte man sich über seine Sanierungsziele, das Budget und den aktuellen Zustand des Hauses im Klaren sein“, rät Erik Stange, Sprecher des Verbraucherschutzvereins Bauherren-Schutzbund e.V. Als ersten Schritt sieht Stange die Definition der eigenen Wünsche. Ist die Raumaufteilung noch zufriedenstellend? Soll das Haus auf einen zeitgemäßen Energiestandard gehoben werden? Sind die Sanitäranlagen oder die elektrotechnische Ausstattung veraltet? Danach lohnt es sich, in einem Modernisierungs-Check den aktuellen Gebäudezustand professionell erfassen zu lassen. Ein unabhängiger Bausachverständiger nimmt dafür das Haus vom Keller bis zum Dach unter die Lupe und stellt fest, wo akuter Handlungsbedarf besteht und wo Verbesserungen wünschenswert sind. Die Bestandsaufnahme bildet eine gute Grundlage für die weiteren Planungen.

Förderprogramme erleichtern Investitionen in die eigenen vier Wände

Wenn das Budget begrenzt ist und daher nicht alle gewünschten Verbesserungen sofort umzusetzen sind, kann der Bauherrenberater dabei helfen, einen mittelfristigen Stufenplan zu erarbeiten. Bei der Finanzierung zu berücksichtigen sind zudem Fördermöglichkeiten. Zuschüsse oder günstige Kredite etwa über die KfW-Förderbank gibt es nicht nur für energetische Verbesserungen wie Dämmung und Heizungstausch. Auch für barrierefreie Umbauten oder die Verbesserung des Einbruchschutzes stellt die öffentliche Hand Gelder bereit.

Info Unter www.bsb-ev.de/modernisierung kann der kostenlose „Ratgeber Bestandsimmobilie“ bestellt werden, der auf über 40 Seiten umfassende Informationen zum Thema Modernisierung liefert


Zeit für Veränderung

Heizungstausch: Ohne Beratung geht es nicht.

Im Rahmen einer professionellen Modernisierungsberatung wirft ein Bausachverständiger auch einen Blick in den Heizungskeller. Bild: djd/Bauherren-Schutzbund e.V.
Im Rahmen einer professionellen Modernisierungsberatung wirft ein Bausachverständiger auch einen Blick in den Heizungskeller. Bild: djd/Bauherren-Schutzbund e.V.
Mit den neuen Förderrichtlinien für erneuerbare Energien läutet der Staat die Abkehr von fossilen Brennstoffen ein. Für den Einbau einer Wärmepumpe beispielsweise gibt es Zuschüsse bis zu 45 Prozent der Investitionssumme. Nähere Informationen gibt es beim Heizungsfachbetrieb vor Ort. Bild: Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V./ Viessman/txn
Mit den neuen Förderrichtlinien für erneuerbare Energien läutet der Staat die Abkehr von fossilen Brennstoffen ein. Für den Einbau einer Wärmepumpe beispielsweise gibt es Zuschüsse bis zu 45 Prozent der Investitionssumme. Nähere Informationen gibt es beim Heizungsfachbetrieb vor Ort. Bild: Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V./ Viessman/txn

Auch wenn das Datum noch nicht feststeht: Die Ära fossiler Brennstoffe geht zu Ende, die Heizsysteme in deutschen Kellern werden sich verändern. Dies unterstreicht auch das Klimapaket der Bundesregierung, in dessen Rahmen die Förderung regenerativer Brennstoffe seit Jahresbeginn weiter ausgebaut wurde. Heizsysteme auf Basis des fossilen Energieträgers Öl sind spätestens ab 2026 nur noch eingeschränkt förderfähig. Viele Baufamilien und sanierungswillige Eigenheimbesitzer werden sich deswegen nach Alternativen umsehen. Der Markt bietet glücklicherweise ausreichend Möglichkeiten: Pelletheizungen, Wärmepumpen und Solarthermie kommen komplett ohne fossile Brennstoffe aus.

Und wer weiter auf fossile Brennstoffe wie Gas oder Öl setzen möchte, kann diese als sogenanntes Hybridsystem planen. Gemeint sind damit beispielsweise Öl-Brennwertheizungen, die mit einer solarthermischen Anlage zur Warmwassererzeugung gekoppelt sind. Dadurch lassen sich die CO2-Emissionen des Heizsystems deutlich reduzieren – folgerichtig wird anteilig die Anschaffung des Solarsystems und dessen Einbau finanziell bezuschusst. Da die Fördermöglichkeiten sehr vielfältig sind und es sogar finanzielle Unterstützung für die Demontage der Altanlage oder für Maurerarbeiten gibt, die im Laufe des Heizungstauschs notwendig werden, ist eine Beratung durch den Fachmann unerlässlich. Die Experten aus dem Heizungsfachbetrieb vor Ort sind in puncto Fördermittel stets auf dem neuesten Stand. Es lohnt sich also, rechtzeitig das Gespräch zu suchen, damit beim Neubau oder beim Austausch des veralteten Heizsystems die maximalen Förderbeträge in Anspruch genommen werden können.
      

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