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Dienstleistungen

Grenzenlos kreativ

Die angehenden Schreinergesellen stellen am morgigen Sonntag, 14. Juli, ihre Prüfungsstücke aus.

15.07.2019
Nach ausgiebiger Planung mit detaillierter Zeichnung und der anschließenden Genehmigung in der Werkstatt des Ausbildungsbetriebes haben die Azubis zwei Wochen lang Zeit, ihre Gesellenstücke eigenhändig anzufertigen. Der Entwurf wird frei gewählt, allerdings darf die größte Ansichtsfläche 1,25 Quadratmeter nicht überschreiten. Das Bild zeigt Fabian Manz, Azubi bei Gebr. Schäfer - Schreinerei und Treppenbau GmbH, mit seinem Sideboard, das noch eine Front aus Eiche mit Schieferfüllung bekommen wird. Entsprechend der Aufgabenstellung wird es außerdem eine klassisch geführte Schublade, eine weitere Schublade mit mechanischen Auszügen und zwei Türen erhalten. Bild: Uhland2

Nach ausgiebiger Planung mit detaillierter Zeichnung und der anschließenden Genehmigung in der Werkstatt des Ausbildungsbetriebes haben die Azubis zwei Wochen lang Zeit, ihre Gesellenstücke eigenhändig anzufertigen. Der Entwurf wird frei gewählt, allerdings darf die größte Ansichtsfläche 1,25 Quadratmeter nicht überschreiten. Das Bild zeigt Fabian Manz, Azubi bei Gebr. Schäfer - Schreinerei und Treppenbau GmbH, mit seinem Sideboard, das noch eine Front aus Eiche mit Schieferfüllung bekommen wird. Entsprechend der Aufgabenstellung wird es außerdem eine klassisch geführte Schublade, eine weitere Schublade mit mechanischen Auszügen und zwei Türen erhalten. Bild: Uhland2

Morgen am Sonntag, 14. Juli, sind die diesjährigen Gesellenstücke der Schreinerlehrlinge aus dem Kreis Tübingen und Reutlingen von 10 bis 16 Uhr in der Berufsfachschule ausgestellt. „Fast 50 verschiedene und sehr kreative Möbel werden morgen zu sehen sein“, freut sich Helmut Schäfer, Obermeister der Tübinger Schreiner-Innung und betont: „Ob Schreibtisch, Sideboard, Spielmöbel oder Hängeschrank – es sind alles Unikate.


Küche, Bad oder Wohnzimmer: Die individuelle Gestaltung von Möbeln und Inneneinrichtungen ist für den Schreiner tägliches Handwerk.


Die Materialien und Materialkombinationen sind so vielfältig wie im Schreinerhandwerk üblich. Neben Holz wird Glas, Kunststoff, Lino, Steinfurnier und Metall verarbeitet.“

Alle, die sich für das Schreinerhandwerk interessieren, sind herzlich eingeladen, die Werkstücke zu bestaunen und sich von der Kreativität und dem handwerklichen Können der angehenden Schreinergesellen zu überzeugen. „Die Ausstellung der Gesellenstücke ist jedes Jahr wieder eine einzigartige Werkschau, die viele Besucher begeistert“, freut sich Schäfer.

Grenzenlos kreativ Image 1

Überhaupt kann sich Helmut Schäfer persönlich keinen schöneren Beruf als Schreiner vorstellen. „Man sieht was man macht: vom Entwurf bis zur Fertigstellung und Einbau ist es ein ganzheitlicher Prozess. Jedes Teil, das wir fertigen, ist ein Unikat.“ Den Anspruch, den Schäfer an die Lehrlinge des Schreinerhandwerks stellt, ist deshalb auch ein hoher: „Wir sollten die besten Azubis haben, die es gibt.“ Ob Abitur, Realschulabschluss oder mindestens ein guter Hauptschulabschluss: auf jeden Fall ist eine gute Note in Mathematik immenswichtig.
  

„Denn wer gut in Mathe ist, hat auch ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen“, so der Obermeister. Wer sich für die Ausbildung interessiert, sollte auch handwerkliches Geschick, körperliche Fitness, gute Umgangsformen und ein freundliches Auftreten mitbringen. Jeder Auftrag ist individuell und jede Baustelle birgt neue Herausforderungen, die es zu bewältigen gibt. „Weil wir immer gefordert sind, ist unsere Arbeit so interessant und kurzweilig. Da wundern wir uns manchmal wie schnell der Tag vergeht oder dass schon wieder Pause ist“, lacht Schäfer.
  

Bilder: TSD/art-pix.com
Bilder: TSD/art-pix.com


Eine Ausbildung im Schreinerhandwerk bietet gute Perspektiven – von diversen Fortbildungsmöglichkeiten über den Meister bis zum Betriebsleiter. In den kommenden Jahren werden zudem immer mehr Betriebe auf der Suche nach einem Nachfolger sein – die Chancen stehen daher auch gut, einen Betrieb übernehmen und sein eigener Chef werden zu können. „Zwei bis drei Jahre sollte man aber als Geselle arbeiten“, empfiehlt Schäfer, „denn Erfahrung ist in unserem Beruf enorm wichtig.“

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