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Neubau, Umbau & Sanierung

Erfolgreich mit „Made in Germany“

Das Unternehmen allstar, neuerdings mit Sitz in Kusterdingen, ist unbestrittene Nummer 1 im Fechtsport

05.10.2021
Der Neubau des Firmengebäudes von allstar beeindruckt mit einer verspiegelten Front. Rechts im Anschluss an den Verwaltungstrakt sind sowohl Produktion als auch Lager untergebracht. Geschäftsführer Frank Messemer hat mit Tochter Janina Messemer bereits die nächste Generation mit im Boot. Bilder: Jürgen Biniasch

Der Neubau des Firmengebäudes von allstar beeindruckt mit einer verspiegelten Front. Rechts im Anschluss an den Verwaltungstrakt sind sowohl Produktion als auch Lager untergebracht. Geschäftsführer Frank Messemer hat mit Tochter Janina Messemer bereits die nächste Generation mit im Boot. Bilder: Jürgen Biniasch

Für die führenden Hersteller von Fechtsportartikeln ist „Made in Germany“ nicht nur ein lapidarer Slogan sondern die Realität. Das alte Firmengebäude in Reutlingen-Betzingen platzte unter anderem auch deshalb in den letzten Jahren aus den Nähten. „Wir mussten unsere Besprechungen teilweise im Nähsaal abhalten und das Arbeiten machte auf diesem begrenzten Raum keine große Freude mehr“, so Frank Messemer, Geschäftsführer von allstar. Fast die gesamte Produktion der allstar Sicherheitsausrüstung findet vor Ort statt.

Neubau für die Zukunft

„Der erste Gedanke war, dass wir uns ein neues Firmengebäude suchen. Wir waren in alle Richtungen offen. Doch letztlich ist der Entschluss doch zugunsten eines Neubaus ausgefallen und damit auch zweifelsohne für den größtmöglichen Aufwand“, schmunzelt Frank Messemer. Es hat sich gelohnt. Nachdem Ende 2019 mit dem Bau begonnen wurde, fand der Umzug im Mai dieses Jahres statt.

GeoTerton

Entstanden ist ein durchdachtes neues Firmengebäude im neuen Kusterdinger Industriegebiet „Braike“. Es besticht durch ein klares Farbkonzept und ökologisch-ökonomischen Vorgaben. Die Glasfassade, hinter der sich der Verwaltungstrakt verbirgt, ist dreifach verglast und wärmeisoliert. Mit einer Betonkern-Temperierung versehen, konnte auf Heizkörper verzichtet werden, da sowohl in der Decke als auch im Boden oberflächennahe Leitungen verlaufen, die je nach Außentemperatur die Innentemperatur regulieren. Ökologisch wertvoll ist auch die energiesparende LED-Beleuchtung im Gebäude sowie die Photovoltaikanlage auf dem Dach. Diese ist darauf ausgelegt, 50 Prozent des firmeneigenen Strombedarfs abzudecken.

In der hauseigenen Tiefgarage, die rund 30 Stellplätze umfasst, gibt es darüber hinaus zwei Ladestationen für Elektroautos und auch für Elektrofahrräder. „Einige unserer Mitarbeiter nutzen das Jobrad-Angebot und kommen mit ihren E-Bikes“, freut sich Janina Messemer. Durch den Umzug von Betzingen nach Kusterdingen haben nun einige der rund 50 Mitarbeiter ein paar Kilometer mehr Arbeitsweg zu absolvieren.

Vierte Generation im Unternehmen

Geschäftsführer Frank Messemer war es wichtig, einen repräsentativen und optisch ansprechenden Neubau zu entwerfen. „Als Industrieunternehmen ist es uns wichtig, einen gewissen „industrial look“ zu verkörpern“, so Janina Messemer, die bis dato für alles rund ums Marketing verantwortlich zeichnet. Genau genommen ist sie jedoch die rechte Hand ihres Vaters und wie sie sich selbst lachend nennt „Mädchen für alles“. Die 28-Jährige ist es auch, die gemeinsam mit Ehemann Tarik Ruiz Soto, einem ehemaligen chilenischen Nationalfechter, das Unternehmen eines Tages leiten wird.


„Wir genießen es sehr, dass wir jetzt mehr Platz zum Arbeiten haben und darüber hinaus noch so viel Licht und Grün um uns herum haben.“

Frank Messemer
Geschäftsführer


Der Industrielook ist den Messemers gut gelungen: Sichtbetonoptik dominiert den Verwaltungstrakt, kombiniert mit Böden in Holzoptik, Holztüren und sowohl Fensterlaibungen als auch Türrahmen in anthrazit Farbe. Auch das neue Mobiliar ist in diesem Farbkonzept gehalten. An das Verwaltungsgebäude schließt sich ein großes Lager an, das durch eine eigene Zufahrt gut von großen Lieferfahrzeugen befahren werden kann. Dahinter befindet sich die Produktion von allstar. Dort sind eine Näherei, der Zuschnitt und die sogenannte „Waffen- und Maskenkammer“. Zahlreiche Modelle von Fechttaschen, Fechtanzügen, Fechtmasken und vielem mehr ziert das rote Logo der schwäbischen Firma und machen sie damit zum Nummer Eins-Anbieter im Fechtsport.

Wie erging es einem Familienunternehmen mit einem Nischenprodukt in Zeiten von Corona? „Unser großes Glück ist es, dass wir sehr breit aufgestellt sind“, erklärt Janina Messemer. „Unsere Exportzahlen sind deutlich höher als früher.

Erfolgreich mit „Made in Germany“ Image 1

Gerade China ist ein riesiger Markt, aber auch die USA. Die Globalisierung im Fechtsportist ein großes Thema.“ Frank Messemer ergänzt: „Ja, die Zeiten von deutschen Medaillen im Fechtsport mit Zita Funkenhauser und Matthias Behr sind leider Vergangenheit. In Deutschland ist der Fechtsport eher rückläufig.“ Dennoch ist allstar auf Expansionskurs, denn die einzigartigen Produkte wie zum Beispiel der erste und einzige Fechtmelder mit Touchscreen kommt schließlich aus dem Schwabenländle. Außerdem bietet allstar ein nicht alltägliches Vertriebskonzept: einen Turnierservice. Heißt im Klartext: am Wochenende werden mehrere Turniere von allstar und den weltweiten Vertriebspartnern besucht. So können sich die Kunden vor Ort informieren, beraten lassen und ganz nebenbei werden defekte Ausrüstungsgegenstände vor Ort im Handumdrehen kostenlos repariert.

As time goes by

Eine schöne Idee hatten die Inhaber von allstar zur Grundsteinlegung: in eine metallene Zeitkapsel kamen kleine Briefe von allstar Mitarbeitern mit Wünschen für sich und den neuen Standort. Wer weiß, wann diese einmal wieder zum Vorschein kommt? Symbolisch soll die Zeitkapsel auf jeden Fall für ein hoffentlich langes und erfolgreiches Wachstum am neuen Standort stehen, wünschen sich Frank Messemer und Tochter Janina.

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