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Firmenportraits, Jubiläen & Ortportraits

Ein Stadtteil wandelt sich

Waldhäuser Ost feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen.

12.04.2021
Archivbild: Manfred Grohe

Archivbild: Manfred Grohe

Es ist idyllisch auf Waldhäuser Ost. Ob zwischen Pferdekoppeln oder durch den Wald: Spaziergänger haben hier oben herrliche Möglichkeiten. Auch das Einkaufen ist in vielfälltiger Weise möglich: Markthalle, Bioladen und Einkaufszentrum sind nie weit. Mit dem Technologiepark ergeben sich völlig neue, zukunftsweisende Perspektiven und damit einher jede Menge Arbeitsplätze.

Die Aussichtslage lockt viele auf den Berg, die stadtnah leben wollen und dennoch die Nähe zur Natur suchen. In den unterschiedlichen Wohngebieten finden sich für Familien, Singles und Studierende vielfältige Möglichkeiten für ein angenehmes Leben. Kirchengemeinden und Vereine bringen Leben ins Viertel, Hallenbad und Sauna sind – zu coronafreien Zeiten – Magnete für Sportler und Erholungssuchende und die Kunsthalle findet ihr Echo weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus. Und gut Essen gehen kann man außerdem.

Dennoch: Die Bedürfnisse und Wünsche der Bewohner haben sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert. Dem trägt die Stadt nun mit der Entwicklung eines Städtebaulichen Gesamtkonzepts im Rahmen des Projekts „Soziale Stadt WHO“ Rechnung, wobei die Bewohnerinnen und Bewohner einbezogen sind. Das Ziel: die Stadtteilidentität stärken und die Aufenthaltsqualität für alle verbessern. „Waldhäuser Ost soll ein Lebensort für alle Generationen werden“, sagt Antje Fritz von der Fachabteilung Projektentwicklung der Stadt Tübingen. „Wohnraum, Pflege und Unterstützungsangebote für ältere Menschen gehört dazu. Aber auch die Freiraumqualität wollen wir deutlich verbessern und die einzelnen Quartiere miteinander verbinden.“ In diesem Zuge wird auch das Einkaufszentrum neu konzipiert. „Der Rahmenplan soll bis zum Frühjahr 2022 stehen“, hofft Antje Fritz.

Zum aktuellen Stand des städtebaulichen Wettbewerbs gibt es am Dienstag, 20. April, von 18 bis 20.30 Uhr eine Informationsveranstaltung, die im Internet unter www.tuebingen.de/who als Livestream verfolgt werden kann.

Das Jubiläum des Stadtteils „auf dem Berg“ soll eigentlich mit einem großen Fest gefeiert werden. Wie sich das gestalten lässt, ist aktuell allerdings noch recht fraglich.

Coronaunabhängig ist jedenfalls der neue Rundwanderweg auf Waldhäuser Ost, der demnächst, rechtzeitig zum 50. Geburtstag von „WHO“ eingeweiht werden kann.


Nicht unterzukriegen

Der Stadtteiltreff Waldhäuser plant trotz Corona weiter.

Unter dem Motto „Wir lassen uns nicht unterkriegen“ setzen sich die engagierten Mitglieder des Stadtteiltreffs Waldhäuser Tübingen e.V. auch unter erschwerten Hygienebedingungen und -auflagen dafür ein, dass Projekte angegangen und Ideen umgesetzt werden.

Ein Beispiel dafür ist das neue Projekt „Lernpaten“: So soll es bald möglich sein, dass Kinder im Stadtteiltreff WHO Lernlücken schließen können, die sich durch den unregelmäßigen Schulbesuch und das für viele nicht ideale Homeschooling aufgetan haben. Der Stadtteiltreff WHO hat bereits erfahrene Pädagoginnen und Pädagogen als Ehrenamtliche gewinnen könne, die Geschwister-Scholl-Schule ist als Schulpartnerin mit im Boot und wird Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf bis sieben die Möglichkeit geben, an diesem Projekt teilzunehmen.

Nach Ostern finden erste Gespräche mit den Lernpaten, Eltern und der Schule statt, um die Rahmenbedingungen festzustecken. Wichtig dabei ist, dass die Kinder in einer vertrauensvollen außerschulischen Atmosphäre wieder motiviert werden, sich dem Lernstoff zuzuwenden und mit ihren Fragen aufgefangen werden. Das Lernpaten-Projekt ist insofern mehr als nur eine außerschulische Nachhilfe. Die Motivation der Kinder steht im Vordergrund. Der Stadtteiltreff WHO freut sich, wenn dieses wichtige Projekt starten kann und ist weiter auf der Suche nach Lernpaten, die sich in diesem Ehrenamt aktiv engagieren möchten.

Info unter sttwho@stadtteiltreff-who.de
   

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