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Beruf & Bildung

Ein gutes Jahr

Die Auftragsbücher der Innungsschreiner sind gut gefüllt.

16.12.2019
Bilder: Schreiner-Innung Tübingen/ TSD/art-pix.com

Bilder: Schreiner-Innung Tübingen/ TSD/art-pix.com

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Wir möchten uns bei unseren Kunden herzlich für ihre Treue bedanken und ihnen ein schönes Weihnachtsfest und ein gesundes und glückliches neues Jahr 2020 wünschen“, sagt Helmut Schäfer, Innungsobermeister der Tübinger-Schreiner, im Namen seiner Innungskollegen. Das Jahr und auch die Jahre zuvor waren gut gewesen. „Wir hatten und haben viel zu tun. Auch für das Jahr 2020 sind die Auftragsbücher voll“, freut sich Schäfer und erklärt: „Es gibt einen großen Renovierungsstau. Jahrelang wurde wenig renoviert. Jetzt, da es wenig Zinsen für Erspartes gibt, investieren viele Menschen lieber in ihren Wohnkomfort.“ Die Innungsschreiner sind gefragt, vor allem, wenn es um Bäderrenovierung und Innenausbau geht. Sie sind auch als Partner von Architekten und Planer gefragt bei großen, gewerkeübergreifenden Projekten. „Der Planungsaufwand hat in den letzten Jahren bei uns allen sehr zugenommen“, sagt Schäfer, „denn Architekten und Bauträger übertragen uns gerne komplexe Aufgaben, für die wir viele Entwürfe machen müssen. Die Planer sind von uns Schreinern begeistert. Denn Schreiner haben den Weitblick.“ Das müssen sie auch haben. Denn hat der Schreiner die Küchen- oder Badezimmermöbel, die Tür oder den Einbauschrank einmal gefertigt, dann muss es auch passen. „Wir können nicht auf der Baustelle anfangen, nachzujustieren“, erklärt er.


"Im Namen der Mitgliedsbetriebe der Tübinger Schreiner-Innung wünsche ich unseren Kunden und Mitarbeitern frohe Weihnachten und für das Jahr 2020, Glück, Gesundheit und ein klein bisschen Entschleunigung."

Helmut Schäfer, Innungsobermeister


Eine weitere Herausforderung des modernen Schreiners ist das Thema Digitalisierung. „Das Handwerk hängt der digitalen Entwicklung hinterher“, stellt Schäfer fest: „Früher musste der Schreiner mit dem Hobel umgehen können. Heute muss er mit dem Computer und dem Hobel umgehen können.“
  

Im Unterschied zu manchen anderen Handwerksberufen können die Schreiner nicht über Nachwuchssorgen klagen.
   

„Wir bekommen immer wieder ganz tolle Lehrlinge“, freut sich der Innungsobermeister und betont: „Unsere Lehrlinge müssen aber auch viel können, es wird viel verlangt.“ Die Ausbildung ist anspruchsvoll. Die Zukunftsaussichten im Schreinerhandwerk sind aber auch sehr gut. Es gibt hier in der Region immer mehr Schreinermeister, die in den Ruhestand gehen und keinen Nachfolger haben – die Chancen stehen daher auch gut, in einigen Jahren sein eigener Chef werden zu können. Helmut Schäfer findet seinen Beruf auch nach vielen Berufsjahren immer noch schön und sagt:„Am Abend bin ich zufrieden.“
   

Traumberuf Schreiner!

Schreinerinnen und Schreiner arbeiten viel mit Holz und stellen Möbel her, doch das ist längst nicht alles.

Daniel Schreinermeister
Daniel Schreinermeister

Warum bist Du Schreiner geworden?

Daniel: Ich habe als Jugendlicher schon gerne mit Holz gearbeitet und wollte auf jeden Fall eine handwerkliche Ausbildung machen.

Wann hast Du Deine Schreinerausbildung gemacht?

2003–2006.

Was, denkst Du, sind die wichtigsten Eigenschaften, die man für den Beruf Schreiner mitbringen muss?

Räumliches Vorstellungsvermögen, handwerkliches Geschick, gute Kommunikationsfähigkeit.

Welche Tätigkeit führst Du aktuell in Deinem Beruf aus?

Ich bin selbstständig und bin hauptsächlich im Bereich der Bauschreinerei tätig. Zurzeit beschäftige ich einen Gesellen und beabsichtige, nächstes Jahr eine Auszubildende oder einen Auszubildenden einzustellen.

Was macht Dir an Deinem Beruf am meisten Spaß?

Man sieht, was man gemacht hat

Welches war bisher Dein schönstes oder aufwändigstes Projekt, das Du bearbeitet hast?

Eine mehrflügelige Haustür und ein Bett aus Nussbaum.

Welche Holzart magst Du am liebsten?

Esche.

Welche Tipps gibst Du zukünftigen Schreinerauszubildenden?

Sich ruhig selbstständig an neue Sachen heranwagen, da man vieles nur durch Selbermachen lernt.

Wie lautet Dein Lebensmotto?

Einen Schritt nach dem anderen machen.

Was wünschst Du Dir für die Zukunft?

Ich wünsche mir für die Zukunft, dass die Kunden auch weiterhin gute, solide Handwerksarbeit zu schätzen wissen und ich meinen Mitarbeitern einen sicheren Arbeitsplatz bieten kann.
  

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