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Neubau, Umbau & Sanierung

Ein großer Wurf

Das Tübinger Institut für Biochemie IFIB hat sein neues Gebäude bezogen.

18.05.2021
Reicht ein Anstrich oder sollte im selben Zuge auch gedämmt werden? Die Neugestaltung der Fassade ist eine Investition in die Wertsteigerung der Immobilie. Bild: djd/Sto/Jörg Wilhelm

Reicht ein Anstrich oder sollte im selben Zuge auch gedämmt werden? Die Neugestaltung der Fassade ist eine Investition in die Wertsteigerung der Immobilie. Bild: djd/Sto/Jörg Wilhelm

Es ist ein architektonisches Meisterstück, das neue Gebäude der Biochemie auf der Tübinger Morgenstelle. Nach rund vier Jahren konnte das „Interfakultäre Institut für Biochemie IFIB“, wie es korrekt heißt, eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden. Auf sechs Geschossen stehen rund 5400 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung.

FRITZ technologie H. Fritz GmbH

Direkt angebaut an das 2013 fertiggestellte Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen ZMBP, wird nicht nur die Kommunikation zwischen den Forschungsgruppen gefördert, auch architektonisch ist es ein großer Wurf: Beide Gebäude zusammen haben nun eine Länge von beeindruckenden 98 Metern sowie 55 Meter Breite.

REIK Ingenieurgesellschaft

Angeordnet um einen großzügigen Innenhof befindet sich in der Mitte das Herzstück des Neubaus, der Labortrakt. Zum Campusplatz hin ausgerichtet sind die Räumemit dem größten Publikumsverkehr für die Lehre sowie Räume für Besprechungen sowie die Verwaltung.

Ingenieurbüro Helle GbR

Die Laborebenen sind als offener Großraum realisiert, was eine hohe Flexibilität ermöglicht: Arbeitsgruppen können unkompliziert vergrößert oder verkleinert werden.

Auf Ebene 1 befindet sich neben der Technik-Zentrale auch die Mikroskopie, die den Dunkelbereich des Hauses nutzt und den außerordentlich hohen Anspruch an Schwingungsempfindlichkeit der dort aufgestellten Geräte erfüllt.
  

Die großflächigen Verglasungen des IFIB sind als Pfosten-Riegel-Fassade ausgeführt. Die Außenfassade ist von vorgehängten Betonfertigteilen als Putzund Wartungsbalkone umgeben. Die filigranen vertikalen Stäbe sind ähnlich dem Bambus in unregelmäßigen Abständen verteilt und schräg gestellt.
Die großflächigen Verglasungen des IFIB sind als Pfosten-Riegel-Fassade ausgeführt. Die Außenfassade ist von vorgehängten Betonfertigteilen als Putzund Wartungsbalkone umgeben. Die filigranen vertikalen Stäbe sind ähnlich dem Bambus in unregelmäßigen Abständen verteilt und schräg gestellt.

In der Ebene 2 befindet sich auf dem Niveau des Innenhofes der studentische Bereich mit dem Hörsaal nebst kleinem Foyer und der WC-Anlage. Das große Praktikumslabor ist mit einer höhenverstellbaren und damit barrierefreien Einrichtung eines Labor-Arbeitsplatzes mit Abzug und Waschbecken ausgestattet. Das studentische Labor und auch der Hörsaal verfügen über mehrere Ausgänge und damit Fluchtwege in den Innenhof, der auch als grünes Klassenzimmer genutztwerden kann.

Die Tragstruktur des IFIB wurde als Stahlbeton-Skelettbau mit Flachdecken auf Einzelstützen im Laborbereich und frei stehenden aussteifenden Wandscheiben im Bürobereich konzipiert. Die Einzelstützen im Labor ermöglichen eine optimale Führung der haustechnischen Installation. Mit denWandscheiben im Bürobereich können die hohen Anforderungen des Erdbebenschutzes umgesetzt werden. Zudem sind sie bei der Möblierung von Vorteil.
  

In der Ebene 2 befindet sich auf dem Niveau des Innenhofes der studentische Bereich mit dem Hörsaal nebst kleinem Foyer. Bilder: Oliver Rieger
In der Ebene 2 befindet sich auf dem Niveau des Innenhofes der studentische Bereich mit dem Hörsaal nebst kleinem Foyer. Bilder: Oliver Rieger

Stützen, Decken und tragende Wände wurden in Sichtbetonqualität ausgeführt und bleiben weitgehend unbehandelt. Auf abgehängte Decken wurde so weit wie möglich verzichtet, um eine unproblematische Nachinstallation zu erleichtern. Der Innenausbau ist mit einem hohen Anteil an Verglasungen freundlich und transparent gehalten und sorgt für angenehme Aufenthaltsqualität.

An den Übergängen zwischen der Molekularbiologie und der Biochemie laden Kommunikationszonen zum interfakultären Gedankenaustausch unter den Forscherinnen und Forschern der verschiedenen Disziplinen ein.
  

Das große Praktikumslabor ist mit einer höhenverstellbaren und damit barrierefreien Einrichtung eines Labor-Arbeitsplatzes mit Abzug und Waschbecken ausgestattet. Die Laborebenen des IFIB sind als offener Großraum realisiert, was eine hohe Flexibilität ermöglicht. Bild: Oliver Rieger
Das große Praktikumslabor ist mit einer höhenverstellbaren und damit barrierefreien Einrichtung eines Labor-Arbeitsplatzes mit Abzug und Waschbecken ausgestattet. Die Laborebenen des IFIB sind als offener Großraum realisiert, was eine hohe Flexibilität ermöglicht. Bild: Oliver Rieger

Zahlreiche Räume im Haus ermöglichen einen traumhaften Ausblick auf die Umgebung, die Altstadt Tübingens und die Schwäbische Alb.

Die großflächigen Verglasungen sind als Pfosten-Riegel-Fassade ausgeführt. Die Außenfassade ist von vorgehängten Betonfertigteilen als Putz- und Wartungsbalkone umgeben. Die filigranen vertikalen Stäbe sind ähnlich dem Bambus in unregelmäßigen Abständen verteilt und schräg gestellt.

Büro- und Seminarbereiche werden natürlich be- und entlüftet und es erfolgt eine thermische Aktivierung über die Sichtbetondecke. Um übermäßige sommerliche Überhitzung der Büroräume am Innenhof zu vermeiden, wurde eine Nachtluftspülung installiert.
  

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