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Bauen, Wohnen & Garten

Ein Fall für den Profi

Nasse Keller und Schimmel: keine Sache für Heimwerker

03.02.2020
Ein Wasserschaden hat den Schimmelpilzbefall an dieser Wand und unter dem Estrich verursacht. Estrich und Wand müssen saniert werden. Bild: VPB/Institut peridomus

Ein Wasserschaden hat den Schimmelpilzbefall an dieser Wand und unter dem Estrich verursacht. Estrich und Wand müssen saniert werden. Bild: VPB/Institut peridomus

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Steht nach einem Unwetter der Keller unter Wasser, dann sollten Hausbesitzer schnell handeln, mahnt der Verband Privater Bauherren (VPB). Nasse Keller müssen schnell und sorgfältig getrocknet werden, denn nasse Wände und feuchtes Raumklima sind ideale Nährböden für Schimmel. Weitere Ursachen für Schimmelbefall sind Feuchtigkeit und Nässe, die durch Bauschäden ins Haus eindringen und dann nicht sachgemäß behoben und getrocknet werden – oder auch durch Leitungswasserschäden. 

Schimmelschäden sollten sehr ernst genommen werden, warnt der Verbraucherschutzverband, denn rund einhundert der 100 000 existierenden Schimmelpilzarten gefährden die Gesundheit der Hausbewohner. Haben sich Schimmelpilze erst einmal im Gebäude etabliert, dann hilft nur eines: Sanierung aller betroffenen Bauteile und notfalls sogar deren Ausbau. Im Keller sind meist Boden und Wände gleichermaßen betroffen. Die Wandsanierung ist aufwändig, aber unumgänglich: Der Putz muss komplett abgeschlagen und die Oberfläche neu aufgebaut werden. Einfach nur drüber streichen, das funktioniert nicht, warnt der VPB.

Stand der Boden unter Wasser, kann sich der Schimmel unter Umständen bis unter den Estrich und in der Dämmebene des Bodens ausgebreitet haben. Auch der von Schimmel befallende Fußboden muss komplett – samt Estrich und Fußbodendämmung – ausgebaut werden und erneuert werden. Eine Alternative ist das Trocknen des Estrichs und der anschließende Einbau des diffusionsoffenen Estrichfugensystems, um gasförmige und partikelartige Schimmelpilzbestandteile aus dem Unterboden zurückzuhalten.

Schimmelsanierung, so warnt der VPB, ist keine Sache für den Heimwerker, ebenso wenig wie das Trocknen der nassen Räume. In beiden Fällen sollten sich Hausbesitzer zunächst vom Bausachverständigen beraten lassen. Er prüft Art und Ausmaß des Wasserschadens und rät zur angemessen Trocknungs- oder Sanierungsmethode. Erste Adresse für die Ausführung der beschlossenen Arbeiten sind immer ortsansässige Fachfirmen.
  

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