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Bahnhof Rottenburg

Ein erlebbarer Ort

Innenarchitektur: Neuer Zeitgeist ergänzt die Architektur der Gründerzeit.

05.07.2021
Die frischen Farbabstufungen sind Eyecatcher und schaffen eine freundliche Atmosphäre. Blick ins Mini-Appartement. Bilder: Uhland2

Die frischen Farbabstufungen sind Eyecatcher und schaffen eine freundliche Atmosphäre. Blick ins Mini-Appartement. Bilder: Uhland2

Das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude Rottenburg hat dank einer originellen Innenarchitektur eine facettenreiche Umnutzung erfahren. „Die bestehende Architektur aus der Gründerzeit ist das Rückgrat und durch einen neuen gestalterischen Zeitgeist ergänzt worden“, sagt Elena Laschewitsch, die zuständige Innenarchitektin von AboutLama.
   

Liepelt Ingenieurbüro für Technische Gebäudeausrüstung

Alte Bahnhofshalle wird zur neuen Eventhalle

Die Bahnhofshalle ist das Eingangsportal zur Stadt, also für viele der erste Eindruck der Stadt. Die Eventhalle ist somit auch der repräsentative Raum des Gebäudes und soll entsprechende Präsenz zeigen, sowohl bei Tag als auch bei Nacht. Die repräsentativen Türen, Fenster und Rundbögen, hohe Decken und Verzierungen werden durch eine ruhige Gestaltung und in Anlehnung an die Gründerzeit betont und in den Fokus gesetzt. Im Kontext dazu steht eine moderne Designsprache, um eine räumliche Spannung zu erzeugen zwischen dem alten Gebäude und dem heutigen Zeitgeist.
  

Felix Mildner Tragwerksplanung

Toiletten

Die WC’s werden bewusst als Überraschungsmomente und mit Mut zur Farbe gestaltet. Der Besucher taucht hier in eine andere Welt ein. Die Damen betreten das Blumenzimmer. Das barrierefreie WC wird im Nu zum Zwitschergarten. Die Herren finden sich in einem gediegenen Wildgehege wider, als Augenzwinkern zur herrschaftlichen Architektur.
  

Tourist Info WTG

Die WTG ist in ihrer Funktion als Infopunkt das Fenster zur Stadt Rottenburg. Der Genius Loci wird hergestellt durch erzählte Zitate an Wand und Decke von Josef Eberle alias Sebastian Blau (bekannter Schriftsteller aus Rottenburg).
   

Männer WC in der Bahnhofshalle.
Männer WC in der Bahnhofshalle.

Die Zimmerappartements

Der Flur als erster Eindruck lehnt sich stilistisch an die Gründerzeit an, jedoch modern interpretiert durch eine grafisch reduzierte Gestaltung. Die Zimmer strahlen Ruhe und gleichzeitig Freude durch die Farbigkeit aus. Details wie hohe Sockelleisten, Türen und Fenster mit profilierten Kassetten und modern interpretierten Verzierungen sowie Fischgrät-Holzparkett bilden die hochwertige Raumhülle aus. Dem gegenüber steht eine moderne fließende Raumaufteilung. Die Bäder sind komplett in Grün getaucht, um eine anheimelnde Atmosphäre und damit einen zweiten Überraschungsmoment zu schaffen.

Physio-Med

Die grüne Farbigkeit findet sich auch in der Medizinischen Organisationsgemeinschaft wieder. Auch hier ist der Zeitgeist der Gründerzeit deutlich spürbar, da die architektonischen Stilelemente hochwertig aufgearbeitet und ergänzt wurden. Das alte Gebälk wird teilweise bewusst freigelegt, um eine luftige und gleichzeitig warme Atmosphäre zu schaffen.

Anbau / Neubau

Der Neubau ist sowohl von außen als von innen ganz bewusst als moderne Ergänzung geschaffen worden, um dem bestehenden Bahnhofsgebäude respektvoll zur Seite zu stehen.

Er ist pur, sehr modern, nahezu skulptural und geprägt durch das entstehende Lichtspiel der großflächigen Glas- und vorgehängten Streckmetallfassade. Der Übergang von Neubau zum Altbau ist in Szene gesetzt, in dem man die alte Fassade nicht verändert hat, sondern den Neubau angedockt hat.
  

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