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Ein besonderer Ort

Friedhöfe sind Orte der Stille und Erinnerung, bieten aber auch Raum für Begegnungen und Gespräche.

20.09.2021
Bild: ©stockpics - stock.adobe.com

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Alle zwei Jahre gibt es ein neues Motto zum Tag des Friedhofs. Für die Jahre 2020 und 2021 steht der bundesweit stattfindende Tag des Friedhofs unter dem Motto „Natürlich erinnern“. Friedhöfe sind ganz besondere Orte. Man kann dort nicht nur trauern und Trost finden – Friedhöfe bieten Ruhe und Raum zum Entspannen, lassen Menschen Hoffnung schöpfen und neuen Mut gewinnen.

Trauernde finden hier einen geschützten Rahmen, um sich von den Verstorbenen zu verabschieden und um ihrer zu gedenken. Durch den Umgang mit Blumen und Pflanzen kann die Trauer besser verarbeitet werden, positive Gefühle wie Wohlbefinden, Entspannung und Heimatgefühl können durch die Bewegung im „Grünen Kulturraum Friedhof“ ausgelöst werden. So vielfältig wie Friedhöfe sein können, so vielfältig ist auch das Motto.

Sie möchten wissen, was genau mit „Natürlich erinnern“ gemeint ist? Friedhöfe sind vor allem bekannt als Orte der Stille und Erinnerung, aber auf ihnen finden auch Begegnungen und Gespräche statt. Hier wird neuer Mut gefasst und Hoffnung geschöpft und ja, mitunter auch gelacht und an schöne Erinnerungen gedacht. Friedhöfe haben einen unschätzbaren Wert für Tiere, Pflanzen und Menschen. Der Tag des Friedhofs soll genau auf diese Vielfältigkeit hinweisen. Es soll deutlich werden, dass ein Friedhof immer aufgesucht werden kann, wenn man sich vom stressigen Alltag erholen, eine ruhige Mittagspause verbringen oder einfach die Schönheit und die Ruhe des Ortes genießen möchte. Das Ziel des aktuellen Mottos ist, dass ältere Generationen und auch deren Kinder und Enkelkinder den Friedhof als schöne Begräbnis- und Erinnerungsstätte kennenlernen, wahrnehmen und besuchen.
 


Frühlingsboten

Bis Dezember sollten Blumenzwiebeln auf dem Grab gesetzt sein.
 

Bild: fluwel.de
Bild: fluwel.de

Das Grab von Familienangehörigen oder Freunden zu pflegen und durch das Jahr mit attraktiven Pflanzen zu einem freundlichen und friedlichen Ort zu machen, ist für viele eine Herzensangelegenheit. Doch die Zeit für diese Aufgabe ist häufig knapp, meist die Anfahrt weit. Um ein Grab trotzdem stets ansprechend und schön zu halten, kommt es auf die richtige Auswahl der Gewächse an. So sollten sich diese nicht zu stark ausbreiten, nur wenig bis gar keinen Schnitt oder Düngung verlangen und auch robust gegenüber den hiesigen Wetterbedingungen sein. Neben der dauerhaften Bepflanzung mit Zwerggehölzen oder Immergrünen, die der Fläche von Januar bis Dezember Struktur geben, ist es vor allem der Wechselflor, der auf der Grabfläche für Abwechslung sorgt.

Jetzt im Herbst ist die richtige Zeit, sich mit dem Frühling zu beschäftigen, denn die frühblühenden Blumenzwiebeln kommen nun in den Boden. Diese lassen sich schnell und einfach pflanzen. Sie sind leicht und klein und können auch von Einzelpersonen ohne Schwierigkeiten zum Friedhof transportiert werden – selbst zu Fuß oder auf dem Fahrrad. Zusätzlich benötigt man lediglich ein Schippchen, um ein kleines Loch zu graben. Als grobe Regel gilt, dass die Bodenschätze doppelt so tief in die Erde kommen, wie sie dick sind. Wer es genauer wissen möchte, wirft einen Blick auf die Verpackungen der Zwiebeln. Dort sind die Angaben meist abgedruckt, zusammen mit weiteren Hinweisen wie dem Pflanzabstand. Ein anschließendes Düngen ist nicht notwendig. Die Zwiebeln haben bereits alle wichtigen Nährstoffe gespeichert. Die meisten der frühen Gewächse haben nichts gegen grüne Gesellschaft und kommen mit den anderen Grabpflanzen gut zurecht – solange sie ihnen ausreichend Licht lassen. Auch zwischen Bodendeckern wie Efeu oder dem Kleinen Immergrün sowie umgeben von Gräsern erzielen Zwiebelblumen eine tolle Wirkung.


Tag des Friedhofs
 

Bild: www.stock.adobe.com
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Ins Leben gerufen wurde der „Tag des Friedhofs“ 2001 vom Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) im Zentralverband Gartenbau e.V. gemeinsam mit den bundesweit tätigen Friedhofsgärtnern, Steinmetzen, Bestattern, Floristen, den Städten und Kommunen sowie Religionsgemeinschaften und Vereinen. Seitdem entwickelte sich dieser Aktionstag zu einem vielbeachteten Event. Jeweils am dritten Septemberwochenende nehmen tausende Menschen an Aktionen zum Thema „Friedhof“ teil.

Info www.tag-des-friedhofs.de

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