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Familie, Fitness & Gesundheit

Der Mensch fängt am Fuß an

Orthopädische Schuhe sind wichtige Hilfen für jeden.

29.05.2020

Der Mensch muss vom Fersenbein her aufgerichtet werden, damit er gesund steht und geht. Immerhin haben wir 26 Knochen, 33 Gelenke und 100 stabilisierende Bänder und 20 Muskeln im Fuß – eine komplexe Struktur. 

Das bedarf oft der handwerklichen Unterstützung, damit am Fuß und anderswo im Körper „alles richtig läuft“. Probleme an Füßen, Knien, Hüfte oder Rücken kann man mit Orthopädieschuhtechnik zu einem Großteil verhindern. Und man bedenke: Der Mensch geht 180 000 Kilometer in seinem Leben, das ist viermal um den Erdball. Dabei müssen die Füße 1000 Tonnen Belastung am Tag aushalten. Schwerstarbeit, die wir dem Fuß erleichtern sollten.

Wie? Mit Orthopädieschuhtechnik zum Beispiel. Meist schreckt das Wort zuerst einmal ab. Man denkt an schwarze D klobige Schuhe. Doch diese Zeiten sind lange vorbei. Die Orthopädieschuhtechnik ist ein wichtiger Helfer und Gesundheitsgarant für alle Personen- und Berufsgruppen geworden.

Selbstverständlich versorgt der Orthopädieschuhmacher auch weiterhin Menschen mit körperlichem Handicap.

Behinderungen des Gehapparates sowie Fehlstellungen und Deformationen bedürfen unbedingt der Orthopädieschuhtechnik. Auch viele Krankheiten können durch Schuhe vom Orthopädieschuhmachermeister positiv beeinflusst werden. Rheuma und Gicht sind Beispiele dafür. Diabetiker Typ II benötigen unbedingt die hoch spezialisierte Unterstützung der Orthopädieschuhtechnik. Dabei arbeiten vielerorts Ärzte, Podologen und Orthopädieschuhmacher im Sinne der optimalen Patientenversorgung eng zusammen.


Alltagserleichterer

Hilfsmittel vereinfachen das Leben daheim.

Beim Wohnungsumbau lohnt es sich, für alle Fälle vorzusorgen. Bild: HEWI
Beim Wohnungsumbau lohnt es sich, für alle Fälle vorzusorgen. Bild: HEWI

Schwellen innerhalb der Wohnung, enge Türen, hoher Badewannenrand – das stört niemanden, der körperlich fit ist. Kaum jemand denkt daran, eines Tages möglicherweise im Rollstuhl zu sitzen – als Folge eines Unfalls, einer Krankheit oder altersbedingt.

Wenn normale Bewegungsabläufe in der Wohnung unsicher werden, stellen beispielsweise herkömmliche Badezimmer plötzlich eine Gefahr dar: Der Einstieg in die Badewanne oder Dusche wird zum Risiko oder ist gar nicht mehr möglich. Umbauten und Hilfsmittel können für Erleichterung und Sicherheit sorgen – jedoch nur, wenn der individuelle Grad der S Behinderung berücksichtigt wird. Sanitäreinrichter und Installateurbetriebe sind mit den speziellen Bedürfnissen körperlich beeinträchtigter Menschen meist nicht vertraut. Deshalb ist es wichtig, ein Sanitätsfachgeschäft zu Rate zu ziehen. Qualifizierte Fachleute ermitteln bei einer Ortsbesichtigung zusammen mit dem Betroffenen die optimalen Hilfsmittelanpassungen. Viele Sanitätshäuser haben sich mittlerweile auf die Bereiche Homecare und Rehabilitationstechnik spezialisiert.

Oft reichen schon kleine Veränderungen im Sanitärbereich: Zum Beispiel Haltegriffe, verstellbare Spiegel oder ein Badewannenlifter. In anderen Fällen bietet sich ein kompletter Umbau des Badezimmers an, bei dem etwa die Badewanne gegen ein stufenloses Duschfeld getauscht wird.

In den meisten Fällen lässt sich die Wohnung so umbauen, dass der Betroffene in den eigenen vier Wänden bleiben kann – angefangen mit den Stufen im Eingangsbereich, die mit einer Rampe überbrückt werden können. Sanitätshäuser bieten eine Vielzahl von Produkten, die die Selbständigkeit weitgehend erhalten. Umbaumaßnahmen werden von den Krankenkassen bis zu einem bestimmten Betrag gefördert. Wenn durch die Wohnungsanpassung die häusliche Pflege erleichtert wird, kann die Pflegekasse einen Zuschuss bewilligen.
            

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