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Neubau, Umbau & Sanierung

Den historischen Charakter erhalten

Die Gemeinde Nehren trägt mit der Sanierung des Gebäudes in der Kappelstraße 1 zur Stärkung der Ortsmitte bei.

27.06.2022
Das Fachwerk an der Fassade des aus dem Jahr 1659 stammenden Gebäudes wurde freigelegt. Die beiden grundsanierten Wohnungen sind über die neue Außentreppe erreichbar. Bild: Uhland2

Das Fachwerk an der Fassade des aus dem Jahr 1659 stammenden Gebäudes wurde freigelegt. Die beiden grundsanierten Wohnungen sind über die neue Außentreppe erreichbar. Bild: Uhland2

Als 2017 das „Metzgerhaus“ in der Kappelstraße 1 zum Verkauf anstand, machte die Gemeinde Nehren von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch, um das Gebäude nach ihren Vorstellungen umzubauen. „Unser Ziel war es, die historische Bausubstanz in den ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen und damit zum Erhalt der Ortsmitte beizutragen“, betont Bürgermeister Egon Betz.

Hartmaier + Partner Freie Architekten BDA

Die Stärkung der Ortsmitte ist ein zentrales Anliegen der Gemeinde Nehren. Daher sollte auch die bislang im Gebäude ansässige Metzgerei erhalten bleiben. „Ohne Metzgerei wäre auch die Zukunft der anderen Einzelhändler schwierig“, so Egon Betz.

eissler Vermessungsbüro

Mit der Planung und Bauleitung des Projektes wurde Architekt Andreas Hartmaier vom Büro Hartmaier + Partner beauftragt, der sich im Ort unter anderem auch mit der Sanierung und Erweiterung des historischen Gasthauses Schwanen einen Namen gemacht hat.

Das Gebäude in der Kappelstraße 1 stammt aus dem Baujahr 1659 und ist ein Ensemble aus Haus und Scheune. Die Filiale der Metzgerei Klingenstein im Erdgeschoss blieb bestehen und war von den Umbaumaßnahmen nicht tangiert. Die beiden leerstehenden Wohnungen im Ober- und im Dachgeschoss wurden von Grund auf saniert. Badezimmer, Fußböden und Innentüren sind komplett neu, ebenso die Elektrik sowie die Heizkörper und Verrohrung für die bestehende Heizungsanlage. Der Haupteingang, der sich bisher im Erdgeschoss befand, wurde ins Obergeschoss verlegt: Die Wohnungen sind nun über eine Außentreppe erreichbar. Das Pultdach bekam eine Gaube – entsprechend den bestehenden Gauben des Hauptdaches.

Aus architektonischer Sicht mussten die Gestaltungsvorgaben der Gemeinde erfüllt werden. Das Fachwerk an der Vorderseite der Fassade wurde freigelegt und erhielt einen roten Farbton, die Fensterläden präsentieren sich in Fernblau. Auch in punkto Ziegel und Fenster gab es genaue Anforderungen. Dank der reibungslosen Zusammenarbeit aller Beteiligten konnten die Sanierungs- und Umbaumaßnahmen nach rund elf Monaten Bauzeit im April dieses Jahres abgeschlossen werden. Die Mieter haben ihre neuen Wohnungen bereits bezogen. Das Eckhaus prägt nun mit seinem historischem Charme die Kreuzung auf der Nehrener Wette, dem großen Platz in der Nehrener Dorfmitte.

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