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Bauen, Wohnen & Garten

Das richtige Lichtdesign

Große Fensterflächen sorgen für mehr Helligkeit in den Räumen und sparen Energie ein.

20.07.2020
Große Fensterflächen bringen mehr Licht ins Haus. Bild: VFF/HAUTAU GmbH 

Große Fensterflächen bringen mehr Licht ins Haus. Bild: VFF/HAUTAU GmbH 

Noch immer sind viele Fenster in Deutschland häufig zu klein und verwandeln Wohnungen und Häuser in Dunkelkammern. Dabei ist es gesundheitlich besonders wichtig, daheim für ausreichend Tageslicht zu sorgen. Wie es gelingt, mehr Sonne in die eigenen Wände hineinzulassen und welche Maßnahmen für eine bessere Tageslichtnutzung wichtig sind, erklärt Frank Lange, Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF).

Für ausreichend Licht im Eigenheim zu sorgen, hat viele Vorteile: Es ist erwiesenermaßen gesund, fördert die Konzentration und Leistungsfähigkeit und beeinflusst unsere Stimmung positiv. Sonnenstrahlen tragen zur Bildung des Vitamins D bei, das unser Immunsystem stärkt. Und ein weiterer positiver Effekt von lichtdurchfluteten Räumen: Je länger das künstliche Licht ausbleibt, umso geringer die Nebenkosten.

Während man früher noch darauf achten musste, in welcher Richtung die jeweilige Hauswand zur Sonne steht, ist dies heutzutage nicht mehr ganz so ausschlaggebend für die Größe der Fenster, erklärt Lange: „Großformatige Fenster sind überall im Haus möglich und liegen auch immer mehr im Trend. Sie erhellen die Räume optimal und sorgen in der dunklen Jahreszeit dafür, dass das so dringend benötigte Licht hineinkommt.“

Gutbrod Fenster und Türen GmbH & Co. KG

Sonnen- und Schallschutz nicht vergessen

Zugleich bedeuten die solaren Wärmeeinträge durch eine große Verglasung auch geringere Heizkosten. Und mit heutzutage hocheffizient gedämmten Fenstern bleibt die absorbierte Wärme auch im Gebäude erhalten. Aber was ist mit großen Fenstern im Sommer?

Bei großformatigen Fenstern sei es besonders wichtig, auf einen effektiven Sicht- und Sonnenschutz zu achten, betont der VFF-Geschäftsführer.

„Ein wirksamer Schutz kann entweder innenliegend als Rollo oder Jalousie, im Scheibenzwischenraum oder außenliegend zum Beispiel als Screen oder Raffstore installiert werden. Wobei ein außenliegender Sonnenschutz die Aufwärmung am besten verhindert. Alternativ können auch Sonnenschutzverglasungen zum Schutz vor der Sommersonne beitragen.“ Die am besten auf das Gebäude abgestimmte Lösung sorgt mit Sicherheit dafür, dass die Räume in den heißen Monaten angenehm kühl bleiben.

Das Thema Lärmschutz ist ebenfalls wichtig, um sich für die richtigen Fenster zu entscheiden: Im Schlafzimmer oder Arbeitszimmer sollten die bodentiefen Fenster durchaus Schallschutzfenster sein. Auf diese Weise ist man auf der sicheren Seite, die nötige Ruhe daheim genießen zu können.

Abschließend merkt Lange noch an: „Wer sich für großformatige, moderne Fenster entscheidet, sorgt nicht nur für viel Tageslicht, Atmosphäre und Lebensqualität zu Hause und steigert den Wert seines Eigenheims, sondern leistet auch einen gemeinschaftlichen Beitrag zum Klimaschutz. Neue Fenster sparen zum einen aufgrund ihrer ausgezeichneten Dämmeigenschaften eine Menge Energie ein. Zum anderen tragen moderne Fenster durch das von ihnen absorbierte und in Wärme umgewandelte Sonnenlicht zu einem zusätzlichen solaren Energieeintrag bei, durch den sich der CO2-Ausstoß eines Gebäudes ebenfalls verringert.“

Der nächste Winter kommt bestimmt

Neue Heizung: trotz Corona clever investieren

Jetzt aktiv werden: Verglichen mit der bisherigen Förderung für den Einbau einer Heizanlage mit erneuerbaren Energien kann die neue Richtlinie im Einzelfall eine Verdoppelung der Zuschüsse bedeuten. Bild: djd/ZVSHK
Jetzt aktiv werden: Verglichen mit der bisherigen Förderung für den Einbau einer Heizanlage mit erneuerbaren Energien kann die neue Richtlinie im Einzelfall eine Verdoppelung der Zuschüsse bedeuten. Bild: djd/ZVSHK

Corona und seine Folgen führen dazu, dass viele Menschen öfter zuhause sind. Hausbesitzer haben jetzt viel Zeit, den Keller aufzuräumen oder im Garten zu arbeiten. Ebenso sinnvoll ist es, sich Gedanken über eine neue Heizungsanlage zu machen. Sie spart Energie und ist gut fürs Klima. Denn Heizungen ab einem Alter von 15 Jahren entsprechen oft nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. „Clevere Hauseigentümer, die jetzt den Heizungstausch planen und einen Handwerkertermin vereinbaren, können von den deutlich gestiegenen Fördermitteln profitieren, die Energiekosten künftig senken und damit auch etwas Positives für die Umwelt tun“, rät Helmut Bramann, Hauptgeschäftsführer beim Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK).

Heizungsfachmann berät zum Thema Fördermittel

Im Rahmen des Klimapakets der Bundesregierung wurden die Fördermöglichkeiten für das Heizen mit erneuerbaren Energien erhöht. Vor Beantragung solcher Mittel unter ww.bafa.de sollte man sich vom SHK-Innungshandwerker alle Details zu den geplanten Maßnahmen und den möglichen Förderungen erklären lassen. Er kennt sich aus, entsprechende Arbeiten können auch in Zeiten von Corona sicher und geschützt ausgeführt werden. „Förderfähig sind nur Maßnahmen, mit denen zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht begonnen wurde“, mahnt Helmut Bramann. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden. Der Einbau einer Wärmepumpe oder einer Biomasseanlage wird mit jeweils 35 Prozent gefördert. Für eine Solarkollektoranlage zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung gibt es einen Zuschuss von 30 Prozent. Für eine Hybridheizung mit erneuerbaren Energien beträgt die Förderung 35 Prozent, und der Einbau einer Gas-Hybridheizung wird nur im Gebäudebestand mit 30 Prozent unterstützt. Ölheizungen sind weiterhin erlaubt, Effizienz verbessernde Komponenten mit erneuerbaren Energien werden gefördert.

Klimapaket zeigt Wirkung

Die neuen Fördermöglichkeiten zeigen Wirkung: Fast jeder achte Hauseigentümer möchte einer Kantar-Umfrage im Auftrag des ZVSHK zufolge seine Heizungsanlage in den nächsten zwei Jahren erneuern. 63 Prozent der Modernisierungswilligen nannten die Einbindung erneuerbarer Energien und die CO2-Reduzierung als ausschlaggebenden Grund. Dennoch ist in Sachen Modernisierung von Heizungen noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Denn 58 Prozent der Hauseigentümer erklärten, ihr Heizungssystem sei nicht alt genug, um es modernisieren zu lassen. „Eine völlige Fehleinschätzung“, sagt Helmut Bramann. Tatsächlich arbeite derzeit nur jede fünfte Heizung effizient und unter Einbindung erneuerbarer Energien.

Info www.wasserwaermeluft.de

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