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Familie, Fitness & Gesundheit

Das kleine Schulranzen-Einmaleins

Ergonomie, Handling und Gewicht: Wie viel Schulranzen verträgt das Kind?

24.03.2021
Bild: schulranzenmesse.com/Holger Carstens

Bild: schulranzenmesse.com/Holger Carstens

Um das Thema Schulranzen ranken sich zahlreiche Mythen: „Schwere Taschen schaden dem Kinderrücken“ und „ein Trolley ist die rückenfreundlichste Alternative“ sind nur einige davon. Das Informations- und Produktangebot ist riesig und oft verwirrend. Eltern sind daher häufig verunsichert, wenn die Einschulung naht und es darum geht, die Kleinen mit einer geeigneten Schultasche auszustatten. Die Aktion Gesunder Rücken e. V. erklärt, worauf es wirklich ankommt.

Die große Frage: Schulranzen oder -rucksack?

Oft wechseln Kinder nach den ersten drei bis vier Schuljahren vom Schulranzen auf einen Schulrucksack. Was weniger eine Frage der Gesundheit ist, sondern vielmehr, weil es „cool“ ist. Denn gute Schulrucksäcke stehen einem guten Ranzen in nichts nach. Aus diesem Grund gibt es bereits für Schulanfänger spezielle Schulrucksäcke, die allen ergonomischen Anforderungen gerecht werden. Ein Trolley hingegen ist eine wenig ratsame Alternative, da der Körper beim Ziehen ungünstig verdreht und einseitig belastet wird.

Sorgenthema Tragegewicht

Viele Eltern befürchten leider immer noch eine Überlastung des Kinderrückens. Doch Studien konnten nicht belegen, dass der häufig genannte Richtwert von zehn bis zwölf Prozent des Körpergewichts eine sinnvolle Empfehlung ist. Im Gegenteil: Eine Studie zeigte vielmehr, dass gesunde Kinder ein Tragegewicht von bis zu 20 Prozent ihres Körpergewichts problemlos schultern können. Denn ein angemessenes Gewicht übt einen wichtigen Trainingsreiz auf die sich entwickelnden Muskeln und Knochen aus. Deswegen ist es auch wichtig, dass die Kinder den Ranzen selbst tragen.

Das macht Schulranzen und Co. rückenfreundlich

Um den Kinderrücken gut zu unterstützen, ist eine rutschfeste, atmungsaktive und ergonomische Konturierung des Rückenteils wichtig. Ebenso hilfreich sind gut gepolsterte Tragegurte, um das Gewicht der Schultasche optimal auf den Schultern zu verteilen. Eine leichte S-Form der Gurte spart den Nackenbereich aus und verhindert so Druckstellen. Am besten sind sie rund vier Zentimeter breit und bestehen ebenfalls aus rutschfestem Material. Sinnvoll ist auch ein Brustgurt, der den Ranzen/Rucksack optimal am Körper fixiert und ein Verrutschen der Träger verhindert. Wichtig beim Schulrucksack: Er muss einen (abnehmbaren) und weich gepolsterten Becken/Hüftgurt besitzen. Dieser sorgt dafür, dass das Gewicht optimal von den Schultern auf den hinteren, oberen Beckenkamm verlagert wird. Achten Sie zudem auf atmungsaktives Material und einen Tragegriff zum leichteren Anheben. Zu guter Letzt ganz wichtig: Probetragen nicht vergessen!
  

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