Anzeige

Beruf & Bildung

Das Jahr gut gemeistert!

Die Tübinger Innungsschreiner freuen sich darauf, auch 2022 die Projekte ihrer Kunden kreativ verwirklichen zu können.

13.12.2021
Die individuelle Gestaltung von Möbeln und Inneneinrichtungen ist für den Schreiner tägliches Handwerk. Er entwirft und produziert Möbel auch für räumliche Besonderheiten wie schmale Nischen, extreme Dachschrägen oder Ecken und Kanten. Auch im Bad kommt Holz gut zur Geltung. Bilder: TSD/art-pix.com

Die individuelle Gestaltung von Möbeln und Inneneinrichtungen ist für den Schreiner tägliches Handwerk. Er entwirft und produziert Möbel auch für räumliche Besonderheiten wie schmale Nischen, extreme Dachschrägen oder Ecken und Kanten. Auch im Bad kommt Holz gut zur Geltung. Bilder: TSD/art-pix.com

Alle Hände voll zu tun hatten die Schreiner aus den Mitgliedsbetrieben der Tübinger Schreiner-Innung im vergangenen Jahr. Und das unter besonderen Herausforderungen.

Die Pandemie bestimmt bereits im zweiten Jahr den Alltag. „Unsere Mitgliedsbetriebe haben die Corona-Vorgaben gut umgesetzt“, berichtet Innungsobermeister Helmut Schäfer. „Auf den Baustellen kann genügend Abstand eingehalten werden, zudem koordinieren die Bauleiter die Maßnahmen nach Möglichkeit so, dass die Gewerke nicht zeitgleich aufeinandertreffen. Und Vorsicht und Achtsamkeit haben sich die Innungsbetriebe sowieso auf die Fahnen geschrieben.“

Eine weitere Herausforderung waren Lieferengpässe sowie die Holzknappheit und die damit verbundenen Preissteigerungen für Möbel- und Bauholz.

„Durch frühzeitige und vorausschauende Planung haben wir immer genügend Material bekommen“, berichtet Schäfer. „Das zeichnet uns Innungsschreiner aus, dass wir vorausschauend planen müssen – von jetzt auf nachher funktioniert nicht!“ Allerdings gab es aufgrund der Lieferengpässe einiges an Mehraufwand zu bewältigen: Beispielsweise kamen Beschläge teils in drei statt einer Lieferung, oder das Material musste über verschiedene Lieferanten bestellt werden.

Zudem sind die Materialien teurer geworden. Als Beispiel nennt Schäfer das Konstruktionsvollholz (KVH). „Die Preise für Nadelholz sind gestiegen. Es gibt keine kleinen Sägewerke mehr, die großen Hersteller haben den Markt übernommen und bestimmen den Preis“, erklärt Schäfer. „Allerdings war vor der Pandemie der Marktpreis für KVH zu tief“, so seine Einschätzung, „wenn man bedenkt, welche Zeit ein Baum zum Wachsen braucht.“ Die während der Corona-Krise stark erhöhten Preise seien inzwischen wieder gesunken und nun auf einem vernünftigen Preisniveau angelangt, das die Wertschätzung dem Material Holz gegenüber widerspiegelt.

„Alles in allem sind wir im vergangenen Jahr gut über die Runden gekommen!“, resümiert der Innungsobermeister, „die Auftragsbücher sind bis oben hin voll.“ Eine schwierige Aufgabe sei derzeit noch die Angebotserstellung: „Die Lieferanten geben verbindliche Preise derzeit meist nur für vier Wochen ab. Alles darüber hinaus ist schwer planbar, vor allem, wenn der Materialanteil hoch ist.“

An Nachwuchs mangelt es in den Mitgliedsbetrieben der Tübinger Schreiner-Innung nicht. „Wir verzeichnen nach wie vor eine hohe Nachfrage nach Ausbildungsplätzen“, freut sich Helmut Schäfer. Und das ist für ihn kein Wunder: „Das ganzheitliche und kreative Arbeiten mit einem natürlichen Werkstoff macht Spaß, und abends zu sehen, was man geschafft hat, ist ein erfüllendes Gefühl. Der Schreinerberuf ist einfach ein wahnsinnig schöner Beruf!“, schwärmt er.

Jugendlichen, die sich für eine Ausbildung als Schreiner interessieren, rät er, ein Praktikum bei einem der Innungsbetriebe zu machen. „Wir geben jedem die Chance!“ Sein Wunsch an die Schulen: die Praktikumswochen über das Jahr zu verteilen – damit sich nicht alle Schülerinnen und Schüler gleichzeitig um ein Praktikum bewerben.


"Im Namen der Mitgliedsbetriebe der Tübinger Schreiner-Innung wünsche ich all unseren Kunden und Mitarbeitern ein frohes und glückliches Weihnachtsfest sowie für 2022 alles Gute, weiterhin viel Erfolg und vor allem gute Gesundheit. Bleiben Sie achtsam und besonnen und hoffen wir auf eine baldige Rückkehr zur Normalität."

Helmut Schäfer
Innungsobermeister


Traumberuf Schreiner

Für kreative Köpfe, die mit beiden Beinen auf dem Boden stehen: Das Schreinerhandwerk bietet ein Höchstmaß an Entfaltungs- und Gestaltungsmöglichkeiten. Bild: TSD/Patrick Lux
Für kreative Köpfe, die mit beiden Beinen auf dem Boden stehen: Das Schreinerhandwerk bietet ein Höchstmaß an Entfaltungs- und Gestaltungsmöglichkeiten. Bild: TSD/Patrick Lux

Der Schreinerberuf ist vielseitig und voller Möglichkeiten. Schreinerinnen und Schreiner arbeiten viel mit Holz und stellen Möbel her, zu ihren Aufgaben zählen aber auch der Entwurf, der Einbau, die Instandsetzung und die Restaurierung.

Bei der Entwicklung neuer Ideen können Schreiner in Abstimmung mit den Kunden ihre Kreativität entfalten. Wichtige Voraussetzung dafür sind Formgefühl, konstruktives Verständnis und die richtigen handwerklichen Grundlagen – die in der Ausbildung vermittelt werden. Nach der Ausbildung gibt es viele Perspektiven: Facharbeiter, Meister oder Studium. Eines ist klar: Schreiner sind gefragte Fachleute.

Info www.schreiner-werden.de
   

Datenschutz