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Bauen, Wohnen & Garten

Bunte Frühlingsboten

Das Leben im Freien erwacht und macht Lust auf den Garten.

18.03.2021
Primeln und andere farbenfrohe Frühlingsblüher vertreiben das Wintergrau im Garten und auf dem Balkon. Bunte Farbtupfer bringen Freude und Optimismus. Bild: GMH/FGJ

Primeln und andere farbenfrohe Frühlingsblüher vertreiben das Wintergrau im Garten und auf dem Balkon. Bunte Farbtupfer bringen Freude und Optimismus. Bild: GMH/FGJ

Zugegeben, diese Woche erinnert eher an Winter als an den Frühlingsanfang. Aber ein Ende der kalten Zeit ist absehbar, und dann geht’s endlich wieder raus in den Garten.

Immer längere Tage und wärmere Temperaturen verlocken dazu, selbst an der frischen Luft aktiv zu sein. Was gibt es Besseres, als mit farbenfrohen Frühlingsblühern eine hübsche Bepflanzung zu gestalten und sich und anderen damit Gutes zu tun? Das geht nicht nur im eigenen Garten, sondern selbst auf dem kleinsten Balkon.

Die Pflanzen in der freien Natur stehen noch ganz am Anfang. Zum Glück gibt es Gärtner, die bereits jetzt für eine überwältigende Blütenpracht sorgen. Mit vorgezogenen Pflanzen aus dem Gewächshaus lässt sich der Frühling farbenfroh begrüßen. Primeln zählen wegen ihrer langen Blütezeit zu den dankbarsten Frühjahrsblühern. Dank unermüdlicher Züchtungsarbeit der Gärtner gibt es mittlerweile eine riesige Farbpalette. Angefangen bei zarten Pastellfarben über knalliges Pink und Dunkelblau bis zu dreifarbigen Besonderheiten. Sie machen sich gut in Schalen und Körben, Balkonkästen und Pflanzkübeln und auch im Beet. In einem schönen Übertopf und mit stimmiger Dekoration können sie als blühendes Mitbringsel mit jedem Blumenstrauß mithalten.

Neben flachen Kissenprimeln gibt es noch mehr bezaubernde Mitglieder dieser Pflanzenfamilie. Kugelprimeln öffnen ihre kompakten Blütenstände am Ende von langen Stielen. Eine Renaissance erleben Aurikel, die wegen ihrer ungewöhnlich hübschen, mehrfarbigen Blüten in früheren Zeiten leidenschaftliche Sammler hatten. So soll Anfang des 19. Jahrhunderts allein der Großherzog Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach rund 400 unterschiedliche Aurikelsorten besessen haben. Und zartgelbe Schlüsselblumen gehören als wilde Verwandte mit dazu.

Als absolute Klassiker des Frühlings stehen großblumige Stiefmütterchen und kleinblütige Hornveilchen für Blütenreichtum. Für gute Laune im Beet oder Topfgarten sorgen auch Tausendschön mit ihren fröhlichen Pompon-Blüten und die farbintensiven Blüten-Bälle der Ranunkeln. Als hübsche Partner eignen sich unter anderem Vergissmeinnicht und bunte Zwiebelpflanzen.

Neben Tulpen, Hyazinthen und Osterglocken gibt es auch weniger bekannte Frühlingsblumen wie leuchtend blaue Netzblatt-Iris, weißer Milchstern und filigrane Schachbrettblume. Sie sind nach Herzenslust zu kombinieren, wecken Frühlingsgefühle und geben einen Vorgeschmack auf eine bunte neue Saison auf dem Balkon oder im Garten.


Kleiner Garten?

Kreative Gestaltung macht mehr aus kompakten Flächen:

Mit Trockenmauern kann man kleine Gärten reizvoll inszenieren und Lebensraum für Bienen und andere Insektenarten schaffen. Bild: djd/STIHL
Mit Trockenmauern kann man kleine Gärten reizvoll inszenieren und Lebensraum für Bienen und andere Insektenarten schaffen. Bild: djd/STIHL

Viel Atmosphäre auf wenig Raum: Auch kleinere Gärten lassen sich ansprechend gestalten. Wichtig sind ein ausreichender Sichtschutz, eine gut dosierte Bepflanzung sowie vor allem eine Unterteilung in einzelne Elemente. Denn dank dieses Kniffs wirkt die Gartenfläche am Ende größer, als sie tatsächlich ist.

Statt einer durchgehenden Rasenfläche ist also Kreativität gefragt. Beete und nicht zu hohe Gehölze dienen dazu, die vorhandene Fläche zu unterteilen. Das sorgt für mehr Struktur und optische Tiefe. Die Bepflanzung kann man dabei idealerweise so planen, dass niedrig wachsende Pflanzen näher an Haus und Terrasse angeordnet sind und die Höhe des Grüns zur Grundstücksbegrenzung hin allmählich zunimmt. Dort dienen Hecken und Büsche gleichzeitig als Blickschutz. Ein bewährtes Mittel, um kleine Gärten reizvoll zu inszenieren, sind außerdem Trockenmauern. Sie lassen sich mit geeigneten Pflanzen wie Färberkamille, Salbei oder Lavendel gestalten. Dabei entsteht zugleich neuer Lebensraum für Bienen und andere Insektenarten.
      

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