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Blick in die Zukunft

Bürgermeister Thomas Hölsch über die Vorzüge der Gemeinde Dußlingen, neue Planungen und Vorhaben.

29.04.2021
Wasserspiele beim Rathausplatz. Bild: Gemeinde Dußlingen 

Wasserspiele beim Rathausplatz. Bild: Gemeinde Dußlingen 

Dußlingen mit seinen 6300 Einwohnern ist die zweitjüngste Gemeinde in der Region. „Wir verzeichnen einen starken Zuzug vor allem von Familien mit Kindern“, so Bürgermeister Thomas Hölsch. „Unsere Infrastruktur ist relativ gut. Vor allem das Schul- und Betreuungsangebot liegt weit über dem Durchschnitt.“ Dußlingen besitzt eine Grund-, Gemeinschafts- und Realschule sowie ein Gymnasium. Die Realschule ist in der Hand eines privaten Trägers.

Die Kinderbetreuung, laut Hölsch, hat deutlich mit dem Kinderhaus Burgstraße und dem Kindergarten Steinlachburg zugelegt, vor allem was die Ganztagesbetreuung angeht.
      

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Attraktiver Wohnstandort

Dußlingen als Wohnort ist sehr gefragt: „Für unser neues Baugebiet ‚Hofstatt‘ mit 44 Bauplätzen, haben wir über 100 Bewerbungen bekommen“, so der Bürgermeister. Attraktiv macht Dußlingen auch die Nähe zu weiteren großen Zentren. „Mit der Regionalstadtbahn wird sich nochmals die Attraktivität steigern“, meint Hölsch. „Von ihr profitieren alle. Im Vorfeld ist jetzt schon spürbar, dass die Wertigkeit der Immobilien zunimmt.“
     

Im Bereich Kulturhalle – Hindenburgplatz und altes Rathaus möchte die Gemeinde im Zuge des Realisierungswettbewerbs die Steinlach mehr beleben. „ Das Areal ist einzigartig. Wir möchten die Steinlach zugänglicher machen. Das Thema Wasser soll als Grundidee dienen“, so Hölsch. „Auch im Bereich der alten Feuerwehr und der Gaststätte Hirsch ist städtebaulich etwas Neues geplant“. So soll es im zweiten Halbjahr dieses Jahres Workshops geben, mit Beteiligung der Bürger. Ein Ziel unter anderem sei, so Hölsch, die Nahversorgung zu verbessern, wie zum Beispiel durch ein größeres Angebot an regionalen Produkten. „Wünschenswert wäre es auch, mehr Allgemein- und Kinderärzte vor Ort zu haben. Für Anregungen schauen wir uns auch die Konzepte anderer Gemeinden an.“


Die Gemeinde Dußlingen ist die zweitjüngste Gemeinde in der Region. 6300 Menschen leben hier.


Gutes Klima

Ein weiteres Ziel der Gemeinde Dußlingen ist es, hinsichtlich des Klimaschutzes einiges voranzubringen. „Wir planen ein kleines Blockheizkraftwerk in der Ortsmitte. Dieses ist Teil eines Nahwärmeversorgungskonzeptes in Zusammenarbeit mit der Agentur für Klimaschutz, von dem viele profitieren können. Der Zuschuss für diese Investitionsmaßnahme ist beantragt“, so der Bürgermeister. „Wer sein Gebäude saniert kann Zuschüsse des Landes und der Gemeinde erhalten.“
      

Gefragte Gewerbegebiete

„Die Anfrage nach freien Gewerbeflächenplätzen ist enorm. Für das Gewerbegebiet „Untere Breite“ ist eine weitere kleine Erweiterungsfläche mit 2,1 ha beantragt. Mehrere Firmen sind vorgemerkt. Die Lage direkt an der B27, außerhalb der Ortschaft, mit schnellem Glasfaseranschluss ist für die Unternehmen optimal. In Planung ist die Erweiterung des Unipro Gewerbeparks. Da stehen wir aber noch am Anfang. Allerdings sind unsere freien Gewerbeflächen endlich.“
        

Weitere Planungen

Die Schönblickstraße wird dieses Jahr, die Panoramastraße in den Jahren 2022/2023 grundlegend saniert. „Die Häuser stammen aus den 50er oder 60er Jahren. Da die Panoramastraße sehr lang ist, wird es hier zwei Bauabschnitte geben. Da sprechen wir von eine Summe in Höhe 2,1 Millionen Euro“, sagt Hölsch.

Im Baugebiet „Innerer Weilersbach“ (unterhalb der Peterskirche) entstehen 18 bis 20 Bauplätze. „Es werden noch weitere Denkmalschutzprüfungen durchgeführt. Geplant sind neben Einfamilien- auch Mehrfamilienhäuser. Eine gute Mischung also,“ betont Hölsch.

Für Menschen, die sich kein eigenes Zuhause leisten können, baut die Kreisbaugesellschaft Tübingen mbH in der Robert-Wörner-Straße ein Gebäude mit 12 bis 13 Sozialwohnungen mit einer geplanten Miete von sieben Euro pro Quadratmeter.

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Viel zu tun

Die Arbeit der Gemeinde sieht in Pandemiezeiten anders aus als gedacht. Um den örtlichen Gastronomiebetrieben etwas unter die Arme zu greifen, gab es für die Mitarbeiter der Gemeinde zu Weihnachten Gastronomie- Gutscheine. „Das kam gut an, sowohl bei den Gastronomen als auch bei den Beschenkten“, so Hölsch. Außerdem wird das Handwerk Vorort mit Aufträgen unterstützt.

Zudem sind die Mitarbeiter der Gemeinde Ansprechpartner für aktuelle Hygienekonzepte und die Bereitstellung der Bürgertests.

„Um genügend Tests für die Kitas zu bekommen, haben wir uns mit anderen Gemeinden zusammen geschlossen und eine Sammelbestellung gemacht. Natürlich sind die Tests auf freiwilliger Basis“, betont Hölsch. „Wir können durch die Tests Infektionsketten brechen. Jeder möchte das System doch am Laufen halten und nicht die Kindergärten wieder schließen müssen. Ich appelliere daher auch an die Eigenverantwortung, vor allem, wenn man zu Hause die Kinder testet.“

„Wir sind mit der vielen Arbeit schon am Anschlag. Diese kurzen Vorläufe für Bestimmungsänderungen sind anstrengend. Nehmen wir vergangenes Wochenende: Am Freitag kam die Gesetzesänderung, die bis Montag umgesetzt werden soll. Da blieb nichts anders übrig, als am Wochenende alles auszuarbeiten und die Formulare hochzuladen. Die Kitaleitungen haben sehr gut mitgearbeitet und soweit ich weiß, läuft es gut mit der Notbetreuung.“

Was sich für den Bürgermeister als positiv in dieser Zeit heraus gestellt hat war, dass die Gemeinde im Bereich Neue Medien vieles vorangebracht hat: „Wir sind für viele junge Familien schneller erreichbar.“

Wie motiviert sich Thomas Hölsch in solch einer außergewöhnlichen Zeit? „Um den Kopf frei zu bekommen, gehe ich viel joggen oder mit meinem Hund spazieren. Zum Glück ist ja jetzt der Frühling da. Ich glaube, dass ich inzwischen jeden Waldweg von Dußlingen kenne.“

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