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Beruf & Bildung

Glaser sind Allrounder

Die Glaserinnung Tübingen sorgt für guten Durchblick

18.01.2019
Jede Baustelle ist anders, jedes Fenster individuell. Bei Neubauten kann der Glaser in der Regel auf fertige Fenster zurückgreifen. Im Altbau hingegen müssen die Fachleute häufig jedes Fenster individuell fertigen. Bilder: Fachverband Glas • Fenster • Fassade
Jede Baustelle ist anders, jedes Fenster individuell. Bei Neubauten kann der Glaser in der Regel auf fertige Fenster zurückgreifen. Im Altbau hingegen müssen die Fachleute häufig jedes Fenster individuell fertigen. Bilder: Fachverband Glas • Fenster • Fassade

Dass „Glaser“ für sie der schönste Beruf der Welt ist, ist klar: Innungsobermeister Wolfgang Fritz, Schriftführer Egon Zug und die beiden Vorstandsmitglieder Bernhard Schnitzler und Steffen Wachendorfer schwärmen mit leuchtenden Augen von den Vorteilen des Berufs: Vielseitig sei er, da man mit sehr unterschiedlichen Materialien zu tun habe, Holz, Kunststoff, Alu, Metall und Glas. „Wir sind echte Allrounder“, betont Bernhard Schnitzler, „die Fähigkeiten kann man nicht nur bei der Arbeit gut brauchen“. „Man sieht sofort, was man gemacht hat“, freut sich Steffen Wachendorfer, „und wenn man dann ein Lob kriegt, ist das der schönste Lohn“. Den guten Kontakt zu den Kunden und dass jeder Auftrag ganz individuell ist, benennt Wolfgang Fritz. Egon Zug ergänzt um die Möglichkeit, bei individuell gefertigten Duschwänden, Trennwänden und Glaseingangstüren auch Glaskunst zur Anwendung bringen zu können. „Jeder Tag ist anders“, fasst Obermeister Fritz zusammen, „und das Fitnessstudio kann man sich auch sparen“, meint er schmunzelnd.

Hauptaufgabenfeld der Mitgliedsbetriebe der Tübinger Glaser-Innung ist der Einbau und das Fertigen von Fenstern. Dabei gibt es in Form und Individualität kaum Grenzen: „Wir machen das Fenster so, wie‘s Loch ist“, erklärt leichthin Glasermeister Schnitzler. Dass dabei im Zweifelsfall kein rechter Winkel gilt, ist in historischen Gebäuden normal. „Wir arbeiten millimetergenau, da passt nachher alles“, so Wachendorfer.


"Viele können nicht einschätzen, wie vielseitig und spannend der Beruf ist.„

Wolfgang Fritz
Innungsobermeister


Weitere Aufgabengebiete sind neben Reparaturen die Verschattung , Einbau von Rollläden genauso wie deren Umrüsten auf Elektroantrieb, Einbau und Austausch von Dachfenstern, das Anbringen von Jalousetten und von Insektenschutzgittern. „Alles rund ums Fenster“, bringt es der Obermeister auf den Punkt. Auch das Anbringen von Glasfassaden gehört, genauso wie Kenntnisse zum Thema Denkmalschutz, zum Berufsbild.

Das Glaserhandwerk ist extrem vielseitig: Der Umgang mit unterschiedlichen Materialien wie Holz, Kunststoff, Alu, Metall und natürlich Glas bringt Abwechslung in den Berufsalltag.
Das Glaserhandwerk ist extrem vielseitig: Der Umgang mit unterschiedlichen Materialien wie Holz, Kunststoff, Alu, Metall und natürlich Glas bringt Abwechslung in den Berufsalltag.

Die Betriebe der Tübinger Glaser-Innung – 20 sind es an der Zahl – fertigen alle selbst und bilden zur Zeit über 30 Lehrlinge aus. „Wer Begeisterung für handwerkliches Arbeiten, für Holz und Glas mitbringt, eine gute räumliche Vorstellungskraft hat, in Mathe die Grundrechenarten beherrscht und gerne mit Menschen umgeht, ist herzlich dazu eingeladen, ein Praktikum zu machen“, schlägt Innungsobermeister Fritz vor. „Viele junge Leute können sich nicht vorstellen, wie vielseitig und spannend der Beruf ist. In einem Praktikum sieht man schnell, ob der Beruf etwas für einen ist oder nicht und mitunter ergibt sich aus einem Praktikum sogar ein Ausbildungsplatz“. Zur Berufsfachschule haben es die Azubis übrigens nicht weit: Sie ist in Tübingen.

Ob man nach der dreijährigen Ausbildung Geselle bleibt oder den Meister macht: Für Glaser sind die Zukunftsaussichten hervorragend: „Ein guter Geselle ist ein Sechser im Lotto!“, betont Wolfgang Fritz. „Mitarbeiter werden gehegt und gepflegt und – als Handwerker stellt man was dar.“

Wer den Meister macht, kann später einen Betrieb übernehmen oder einen eigenen gründen. „Stagnation gibt‘s im Handwerk nicht“, sind sich die Glasermeister der Tübinger Innung einig.


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