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Beruf & Bildung

Die Profis mit der Schere

Typorientierte Beratung, stylische Schnitte und passende Pflege – das bietet ein Besuch beim Innungsfriseur.

14.12.2018
Bilder von links nach rechts: Verlockend. Der kurze Bob im Wave-Style ist der absolute Hingucker. Sixties Style. Der Half-Up Look ist angesagt wie nie. Mann trägt wieder längeres Haar. Der Bowl-Cut lässt vielseitige Stylings zu. Bilder: Friseur-Innung
Bilder von links nach rechts: Verlockend. Der kurze Bob im Wave-Style ist der absolute Hingucker. Sixties Style. Der Half-Up Look ist angesagt wie nie. Mann trägt wieder längeres Haar. Der Bowl-Cut lässt vielseitige Stylings zu. Bilder: Friseur-Innung

French Cut, Bob oder doch Vokuhila? Die Trends bei Frisuren sind so bunt und unterschiedlich wie ihre Trägerinnen und Träger. Egal ob lange, mittellange oder kurze Haare – es gibt die unterschiedlichsten Frisurentrends, die sich von Jahr zu Jahr ändern. Doch welcher Style passt zu mir? 

Bei der Beantwortung dieser Frage helfen am besten Profis, die ihr Friseurhandwerk verstehen und es mit Leidenschaft ausüben. Wie Friseure der Tübinger Innung ihre Kunden beraten, um den perfekten und typgerechten Style zu finden, hat das Schwäbische Tagblatt nachgefragt. 

Für Vicky Zafiroudi, Obermeisterin der Innung, ist es wichtig, sich zuerst genau den Kunden anzuschauen, um sich ein Bild über den jeweiligen Typ zu machen: „Die Gesichtsform und Körperproportionen anzuschauen gehört genauso dazu, wie die Haarstruktur zu beachten. Zusammen mit dem Kunden wird dann der neue Style besprochen.“ 

„Das wichtigste ist auch, gut zuzuhören. Wenn man das nicht tut, kann man sehr vieles falsch machen. Wir besitzen das Know-how und eine langjährige Erfahrung, um zu wissen, was den Kunden steht oder auch nicht. Wir bilden uns weiter und informieren uns in unterschiedlichsten Medien über die aktuellsten Trends und wie wir diese umsetzen können. So beeinflussen auch Trends aus London- und New York unsere Arbeit“, erklärt Marc Assenheimer.

Chris Paralikidis fügt noch hinzu: „ Es ist auch immer interessant zu erfahren, was für ein Beruf der Kunde ausübt. Da hängt auch einiges davon ab. Eine Sekretärin legt auf ganz andere Dinge Wert, wie zum Beispiel eine Schülerin. So braucht eine Ärztin, die im OP steht eine Frisur, die praktisch als Zopf getragen werden kann.“

Es gibt unterschiedlichste Methoden, um Haare zu schneiden. Neu ist der Calligraphy Cut. Hier wird ein spezielles Messer zum Haareschneiden benutzt. Doch ob heiße Schere, Splissgerät oder Calligraphy Cut – das Ergebnis muss stimmen und der Kunde sollte mit seinem neuen Look zufrieden sein.

Was für Voraussetzungen sollte man mitbringen, um den Beruf des Friseurs zu erlernen?

„Grundvoraussetzung ist ein Interesse für Mode und Stil. Viele vergessen auch, dass bei professionellen Shootings oder Modeschauen immer auch ein Hairstylist im Hintergrund seine Hände im Spiel hat“, betont Chris Paralikidis.

Für Marc Assenheimer gehört auch ein Gespür für Kunst dazu. „Wir arbeiten mit den Händen, schneiden, modellieren, färben und auch das Flechten braucht eine künstlerische Ader. Natürlich gehört zu unserem Beruf auch eine gute Portion Leidenschaft.“

Vicky Zafiroudi lacht: „Für mich ist der Beruf des Friseurs der schönste auf der Welt. In ihm kann man sich richtig entfalten, wenn man ein Gespür für den Menschen hat und Leidenschaft besitzt“, so Vicky Zafiroudi.

Übrigens: Bald ist Weihnachten. Wie wäre es mit einem Gutschein für eine neue Frisur oder hochwertige Friseurprodukte für Styling und Pflege?

Neue Tarifverträge für Azubis, Gesellen und Meister.

Der Fachverband Friseur und Kosmetik Baden-Württemberg hat sich mit dem ver.di Landesbezirk Baden- Württemberg auf zwei neue Tarifverträge für die Friseurbranche geeinigt. Ein Entgeldtarifvertrag und ein Ausbildungsvergütungs-Tarifvertrag wurden unterzeichnet. Ab dem 1. September 2018 erhalten Azubis zum Beispiel im dritten Lehrjahr 715 Euro pro Monat. Ein Jahr später sind es dann nochmal zehn Euro mehr. Im Durchschnitt sind die Ausbildungsvergütungen, letztmalig 2007 angehoben, jetzt um 30 Prozent gestiegen.

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