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Bauen, Wohnen & Garten

Barrierefrei wohnen

KfW fördert den Umbau zu barrierefreien Wohnungen wieder mit Zuschüssen.

14.02.2020
Welche Heizungsanlage ist die richtige? Moderne Brennwertheizungen können eine sinnvolle Lösung auf dem Weg zu mehr Klimaschutz sein. Damit lassen sich Energieverbrauch und somit auch der CO2-Ausstoß um bis zu 30 Prozent senken, berichtet das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO). Bundesweit entsprechen fast zwölf Millionen Gas- und Ölheizungen nicht mehr dem Stand der Technik. Eine Modernisierung mit Öl-Brennwerttechnik sei im Vergleich zu anderen Heizsystemen zumeist die kostengünstigste Alternative. Die staatliche KfW-Bank zahlt bis zu 15 Prozent der Investitionssumme. Bild: djd/IWO - Institut für Wärme und Oeltechnik

Welche Heizungsanlage ist die richtige? Moderne Brennwertheizungen können eine sinnvolle Lösung auf dem Weg zu mehr Klimaschutz sein. Damit lassen sich Energieverbrauch und somit auch der CO2-Ausstoß um bis zu 30 Prozent senken, berichtet das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO). Bundesweit entsprechen fast zwölf Millionen Gas- und Ölheizungen nicht mehr dem Stand der Technik. Eine Modernisierung mit Öl-Brennwerttechnik sei im Vergleich zu anderen Heizsystemen zumeist die kostengünstigste Alternative. Die staatliche KfW-Bank zahlt bis zu 15 Prozent der Investitionssumme. Bild: djd/IWO - Institut für Wärme und Oeltechnik

Seit 3. Januar 2020 gibt es wieder bis zu 6250 Euro für barrierereduzierende Umbauten. Eine Kombination mit energetischer Sanierung lohnt sich.  

Fast 18 Millionen Menschen in Deutschland sind 65 Jahre oder älter. Barrierefreie Wohnungen ermöglichen vielen, länger in den eigenen vier Wänden zu leben. Da die umgebauten Häuser mehr Wohnkomfort für alle bieten, lohnen sie sich auch für andere Altersklassen. Das Beseitigen von Stolperfallen wird jetzt wieder mit KfW-Zuschüssen unterstützt: Die staatliche Bank gibt seit 3. Januar 2020 bis zu 6250 Euro zur Umrüstung hinzu, etwa für die Schaffung von bodengleichen Duschen oder das Entfernen von Schwellen vor und in der Wohnung. Darauf weist das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau hin. Hauseigentümer sollten sich im Zuge einer energetischen Sanierung daher überlegen, ob sie gleichzeitig auch barrierereduzierende Maßnahmen umsetzen. „Die Kombination der Maßnahmen senkt die Kosten, da sich Synergien bei Planung und Umsetzung ergeben können“, rät Frank Hettler von Zukunft Altbau.

Im Jahr 2030 werden, so Prognosen, 29 Prozent aller Bundesbürger 65 Jahre oder älter sein. Eine Dusche mit schwellenlosem Einstieg oder extrabreite Türen sind dann von Vorteil. Es empfiehlt sich jedoch, nicht bis ins hohe Alter mit diesen Umbauten zu warten. Wer heute sein Eigenheim sanieren lässt, sollte schon jetzt an die Zukunft denken. „Eine Wohnung für diesen Zweck umzubauen, ist meist nicht besonders aufwändig“, sagt Carmen Mundorff von der Architektenkammer Baden-Württemberg. „Hauseigentümer sollten vor allem Schwellen reduzieren“, so die Architektin. „Gut sind auch breite Türen von Bad und WC, die sich nach außen öffnen lassen. Dafür genügen in der Regel einige wenige Umbaumaßnahmen.“
  

Heute sanieren und später profitieren

Die KfW bietet seit diesem Jahr Eigentümern und Mietern wieder attraktive Zuschüsse für barrierereduzierende Maßnahmen in Höhe von maximal 12,5 Prozent der förderfähigen Kosten an. Die Zuschusshöhe beläuft sich auf 200 bis 6250 Euro, die Mindestinvestitionskosten betragen 2000 Euro. Insgesamt stehen 100 Millionen Euro bereit. Alternativ kann auch – wie bislang schon möglich – die Kreditvariante in Anspruch genommen werden: Die Höhe liegt bei bis zu 50 000 Euro pro Wohneinheit bei 0,78 Prozent effektivem Jahreszins. In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass das Interesse an Zuschüssen für barrierereduzierende Maßnahmen sehr hoch ist. Die Fördergelder waren rasch erschöpft. Die im August 2018 bereitgestellten 75 Millionen Euro etwa waren bereits im Oktober 2019 aufgebraucht. „Interessierte Hauseigentümer sollten daher zeitnah handeln“, rät Frank Hettler von Zukunft Altbau. Eigentümer und Mieter müssen bei der Beantragung der Zuschüsse Folgendes beachten: Die KfW fördert nur Vorhaben, die zum Zeitpunkt des Antrags noch nicht begonnen wurden. Interessierte sollten sich zunächst beraten lassen, welche barrierereduzierende Maßnahmen bei ihnen sinnvoll sind und sich ein Angebot ausstellen lassen. Mit dem Angebot kann dann der Förderzuschuss bei der KfW beantragtwerden.
   

Sinnvolle Kombination

Wer sich in diesem Jahr mit der energetischen Sanierung seiner eigenen vier Wände beschäftigt, sollte gleich auch an Maßnahmen zur Barrierefreiheit denken. Für die Zukunft ist dann noch besser gesorgt. „Eine Sanierung und barrierereduzierende Umbauten in einem Zuge anzugehen, bietet sich an“, rät Hettler. „Das kann die Kosten der Gesamtmaßnahme senken, da Planer und Handwerker nicht zweimal beauftragt werden müssen. Auch die oft störenden Umbauarbeiten erfolgen nur einmal.“
  

Groß ist schick

XXL-Fliesen für Bad- und Wohnbereich

Gobain Weber GmbH Großformatige Fliesen lassen das Badezimmer elegant wirken. Bild: djd/Saint-Gobain Weber GmbH
Gobain Weber GmbH Großformatige Fliesen lassen das Badezimmer elegant wirken. Bild: djd/Saint-Gobain Weber GmbH

Fliesen sind langlebig und pflegeleicht und somit ein echter Klassiker für die Boden- und Wandgestaltung. Im Trend liegen seit einiger Zeit Platten im XXL-Format. Das große Format des Bodenbelags, der nur von wenigen Fugen unterbrochen wird, lässt jeden Raum großzügiger und eleganter wirken. Allerdings stellen die Großfliesen auch hohe Ansprüche an die Verarbeitung. Auf einen völlig ebenen Untergrund kommt es ebenso an wie auf die richtigen Verlegeprodukte. Daher ist das Verlegen eine Aufgabe für den Fachhandwerker.
   

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