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Dienstleistungen

Ausgediente Computer

43 Prozent der Bundesbürger haben einen ausrangierten PC oder Laptop zu Hause

25.03.2019
Wenn ein Computer ausgedient hat, landet er nicht zwangsläufig auf dem Recyclinghof. Viele heben ihn auf, zeigt eine Umfrage. Wer sich vom alten Gerät trennt, darf ein wichtiges Detail nicht vergessen. Bild: © Yanukit - Fotolia.com

Wenn ein Computer ausgedient hat, landet er nicht zwangsläufig auf dem Recyclinghof. Viele heben ihn auf, zeigt eine Umfrage. Wer sich vom alten Gerät trennt, darf ein wichtiges Detail nicht vergessen. Bild: © Yanukit - Fotolia.com

Die Menschen in Deutschland besitzen immer mehr ungenutzte Computer. Einer Umfrage von Bitkom Research zufolge haben 43 Prozent der Bundesbürger mindestens einen ausrangierten PC oder Laptop zu Hause, 2014 waren es 36 Prozent. Die Zahl dieser Altgeräte schätzen die Marktforscher auf 32 Millionen (2014: 22 Millionen). 

Ein Viertel der Befragten (26 Prozent) hebt sich beim Kauf eines neuen Geräts das alte auf, die Mehrheit (71 Prozent) jedoch trennt sich. Elektroschrott kann man in kommunalen Recyclinghöfen entsorgen oder unter Umständen im Handel abgeben. Manche Geschäfte machen dies nach Angaben von Verbraucherschützern freiwillig. Geschäfte, die auf mehr als 400 Quadratmeter Fläche Elektrogeräte verkaufen, sind dazu verpflichtet, Altgeräte mit einer Kantenlänge bis zu 25 Zentimeter anzunehmen. Bei größeren Geräten gilt: Kauft man ein neues Gerät, dann muss der Händler das alte kostenfrei zurücknehmen. 

Alte Computer sind aber längst nicht immer kaputt oder so stark veraltet, dass sie nicht mehr sinnvoll zu nutzen sind. Die Umfrage zeigt, dass viele Menschen alte Geräte verschenken, spenden oder verkaufen. 

Doch egal, ob der Computer recycelt oder weitergegeben wird: Private Daten müssen vorher sorgfältig von der Festplatte gelöscht werden. Damit diese sich nicht wiederherstellen lassen, sollte man den Speicher mindestens drei Mal mit anderen Daten überschreiben, raten die Experten des Branchenverbands Bitkom. Dabei können kostenlose Programme wie „Parted Magic“ und „Dban“ helfen.

Bei älteren Festplatten mit weniger als 80 Gigabyte Speicherplatz empfiehlt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), die Daten siebenfach zu überschreiben. Berlin (dpa/tmn)

Akten sicher vernichten

Datenschutz gilt auch bei Aktenvernichtung

Es gehört zum kleinen Einmaleins der guten Geschäftsführung, mit Daten sorgfältig umzugehen. Das gilt besonders, wenn diese Daten nicht mehr benötigt und daher vernichtet werden sollen. Dabei kommt es für die Unternehmen darauf an, qualifizierte Dienstleister aus dem Bereich der Akten- und Datenträgervernichtung auszuwählen.

Qualifizierte Anbieter achten daher auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden. Es macht eben einen großen Unterschied, ob beispielsweise ein Steuerberater, eine Anwaltskanzlei, ein Handwerksbetrieb, eine Versicherung oder ein Krankenhaus eine Lösung für die sichere Vernichtung sensibler Daten sucht. Deshalb ist für jedes Unternehmen ein passgenaues Konzept erforderlich.


Plastikmüll als Rohstoff

Ein Film veranschaulicht die Möglichkeiten des Recyclings

Flaschen und Verschlüsse aus recyceltem Kunststoff: So bleiben die Rohstoffe im Kreislauf. Bilder: VDI ZRE
Flaschen und Verschlüsse aus recyceltem Kunststoff: So bleiben die Rohstoffe im Kreislauf. Bilder: VDI ZRE

Der Film des VDI Zentrums Ressourceneffizienz (VDI ZRE) zum Kunststoffrecycling zeigt, wie aus Verpackungsabfall Neues entstehen kann. Vorgestellt werden zwei Recycling-Unternehmen und ein Wasch- und Reinigungsmittel-Produzent, der recyceltes Plastik aus dem gelben Sack des Dualen Systems Deutschland (Der Grüne Punkt) für seine Produktverpackungen nutzt.

Allein in Deutschland sind es zweieinhalb Millionen Tonnen Verpackungsmüll, die jedes Jahr im gelben Sack landen. Künftig sollen im Kampf gegen Plastikmüll alle Kunststoffverpackungen in Europa laut EU-Recyclingstrategie wiederverwertbar und der Verbrauch von Einwegkunststoffen verringert werden. Wie man alte Plastikverpackungen zu neuen Produkten verarbeiten kann, veranschaulicht das VDI ZRE in seinem Film „Kunststoffrecycling – Ressourceneffizienz durch optimierte Sortierverfahren“.

Gut sortiert kann der Kunststoff wieder verwendet werden.
Gut sortiert kann der Kunststoff wieder verwendet werden.

Der Film zeigt, wie die verschiedenen Plastiksorten aus dem gelben Sack zunächst sortiert werden – so wie im Betrieb der Meilo GmbH in Hessen. Die gut zu verwertenden Kunststoffanteile HDPE (High-Density Polyethylene), PP (Polypropylen) und PET (Polyethylenterephthalat) werden dort zu Ballen gepresst. Sie sind ein begehrter sekundärer Rohstoff der kunststoffverarbeitenden Industrie: Im sogenannten Downcycling entstehen aus recyceltem HDPE beispielsweise neue Kunststoffrohre oder -paletten. Alte PP-Verschlusskappen erwachen in Blumenkübeln oder Eimern zu einem zweiten Leben – und was früher mal eine PET-Verpackung war, findet sich in Fleecepullover-Fasern und Gartenmöbeln wieder. Dagegen werden die zum Großteil im Verpackungsmüll enthaltenen Mischkunststoffe und andere Abfälle verbrannt. Ein echter Stoffkreislauf entsteht somit nicht.

Damit aus Flaschen wieder Flaschen werden, müssen die alten Verpackungen weiter aufbereitet werden. Die Systec Plastics GmbH in Thüringen, das zweite Recycling-Unternehmen im Film, betreibt dafür eine spezielle Anlage, die die verwertbaren Kunststoffarten HDPE, PP und PET des Plastikmülls schreddert, reinigt und nach Farben getrennt zu einem hochwertigen Granulat verarbeitet. Der VDI ZRE-Film demonstriert, wie der Mainzer Reinigungsmittel-Hersteller Werner und Mertz dieses Recyclingmaterial für seine Produktverpackungen nutzt: Zu hundert Prozent verwendet die Firma das Recyclingmaterial aus dem gelben Sack für seine HDPE-Flaschen und PP-Verschlüsse. Das erzeugte PETGranulat reicht jedoch für die Produktion neuer Behältnisse nicht und wird daher mit aus Pfandflaschen erzeugtem recyceltem Material gemischt: Daraus entstehen neue, gebrauchsfertige PET-Flaschen. Das Beispiel zeigt: Kunststoffe aus dem gelben Sack können in einem Kreislauf geführt werden – und die ursprünglich in ihre Produktion investierten Rohstoffe und Energie bleiben erhalten. Plastikmüll als Rohstoff Ein Film veranschaulicht die Möglichkeiten des Recyclings

Info
Der Film „Kunststoffrecycling – Ressourceneffizienz durch optimierte Sortierverfahren“ ist auf dem YouTube-Kanal des VDI ZRE „Ressource Deutschland TV“ oder im WebVideomagazin abrufbar.

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