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Neubau, Umbau & Sanierung

Alles unter einem Dach

Das Therapiezentrum für Menschen mit Suchtproblemen bietet ein Versorgungsangebot mit vielen Facetten.

27.01.2020

Die grau-braune Holzfassade des neuen Gebäudes Am Kupferhammer 5 im Tübinger Westen strahlt Wärme aus. Nachdem im September 2018 mit dem Bau des neuen Therapiezentrums begonnen wurde, konnte es bereits Anfang Januar 2020 bezogen werden. Das Universitätsklinikum Tübingen sowie der Baden- Württembergische Landesverband für Prävention und Rehabilitation (bwlv) sind die beiden Nutzer des Gebäudes, das gleich vier unterschiedliche Angebote bereithält.

Substitutionsambulanz

Zum einen betreibt die Sektion Suchtmedizin der Uniklinik für Psychiatrie und Psychotherapie unter der Leitung von Prof. Dr. Anil Batra im Erdgeschoss des Therapiezentrums eine Substitutionsambulanz. Menschen mit einer Abhängigkeit von Opioiden können sich hier zu einer Substitutionsbehandlung anmelden. Die 120 Quadratmeter große Praxis wird 150 Personen versorgen können. Das wiederum ist deshalb so wichtig, da die niedergelassenen Ärzte immer weniger werden und der Versorgungsengpass dadurch immer größer wird. Darüber hinaus gibt es im ersten Obergeschoss eine Tagesrehabilitation für Suchtmittelerkrankte vom bwlv.


Hähnig - Gemmeke Architekt BDA Partnerschaft mbB

Substitutionsambulanz

Zum einen betreibt die Sektion Suchtmedizin der Uniklinik für Psychiatrie und Psychotherapie unter der Leitung von Prof. Dr. Anil Batra im Erdgeschoss des Therapiezentrums eine Substitutionsambulanz. Menschen mit einer Abhängigkeit von Opioiden können sich hier zu einer Substitutionsbehandlung anmelden. Die 120 Quadratmeter große Praxis wird 150 Personen versorgen können. Das wiederum ist deshalb so wichtig, da die niedergelassenen Ärzte immer weniger werden und der Versorgungsengpass dadurch immer größer wird. Darüber hinaus gibt es im ersten Obergeschoss eine Tagesrehabilitation für Suchtmittelerkrankte vom bwlv.


Das Therapiezentrum fängt das weniger werdende Arzt- Angebot auf und vereint mehrere Nutzungsangebote.

Hans Köpfle, Leiter ambulante Dienste bwlv Tübingen


Tagesstruktur, Tagesrehabilitation

Im Erdgeschoss wird ein tagesstrukturierendes Angebot sowie eine psychosoziale Betreuung für zwölf Personen angeboten. Neben einer großen Essküche, in der selbst gekocht werden kann, gibt es verschiedene Räume zur Freizeitgestaltung. Ob werken oder sporteln, alles möglich. Auch wurde schon über verschiedene „Aktionen“ gesprochen. Hier war es den Nutzern auch ein besonderes Anliegen, die angrenzenden Bewohner der Weststadt mit einzubinden. So entstand die Idee, einen Kehrwochen-Service anzubieten oder etwa ein Ebay-Verkaufsbüro, weil doch viele ältere Mitbürger hier gerne Unterstützung hätten. Das Angebot für die Tagesklinik ist täglich von 8.30 bis 16 Uhr.

    

Ambulant betreutes Wohnen

Im obersten Stockwerk des dreistöckigen Gebäudes wurde eine ambulant betreute Wohnung für vier Personen eingerichtet. Wohl durchdacht sind alle vier Zimmer mit den großen, bodentiefen Fenstern Richtung Süden versehen. Hauptmieter ist der BWLV. Die Wohnung besteht aus vier gleich großen Zimmern, zwei barrierefreien Bädern, einer Küche und einem Wohnzimmer.
     

Überzeugende Architektur

Am Kupferhammer 5 ist ein wohl durchdachtes und auch architektonisch ansprechendes Gebäude entstanden, das rund 1000 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche aufweist. Gekauft und gebaut wurde das Therapiezentrum von der Kreisbaugesellschaft Tübingen, die den beiden Nutzern UKT sowie dem BWLV das Gebäude Anfang Januar übergeben hat. Mit dem Tübinger Architekturbüro Hähnig + Gemmeke wurde der Bau realisiert. Gut überlegt ist die Holzfassade, die aus bereits bewittertem Holz besteht. Auch konnte der Bauherr für Holzfenster begeistert werden. „Das Raumkonzept und auch die Farbgebung haben wir bewusst schlicht und zurückhaltend gewählt“, so Anette Hähnig, federführende Architektin am Bau. Auf der Dachfläche wird noch in diesem Monat eine Photovoltaik-Anlage durch die Stadtwerke errichtet.

Der Außenbereich des Therapiezentrums wird neun Stellplätze für Pkws und eine größere Anzahl an Fahrradstellplätzen aufweisen.

Mit der Bauzeit von rund 17 Monaten waren alle Beteiligten sehr zufrieden. „Es war uns wichtig, dass die beteiligten Gewerke aus der angrenzenden Region kommen und dass ein reibungsloser Ablauf gewährleistet wird, was sehr gut gelungen ist“, so Karl- Heinz Fritz, Teamleiter Bauen und Bestandsentwicklung der Kreisbau Tübingen. Auch sind alle Beteiligten zufrieden, dass die vorgesehenen Baukosten von drei Millionen Euro nicht überschritten wurden.

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