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30 Jahre Dettinger Narren

Am Freitag, 31. Januar, beginnen die närrischen Jubiläumsfeierlichkeiten.

30.01.2020
Ab morgen, Freitag, 31. Januar, feiern die Dettinger Narren den 30. Geburtstag ihrer Narrenzunft „Rammertweible“ mit der großen Narrennacht. Bilder: Narrenzunft

Ab morgen, Freitag, 31. Januar, feiern die Dettinger Narren den 30. Geburtstag ihrer Narrenzunft „Rammertweible“ mit der großen Narrennacht. Bilder: Narrenzunft

Seit 30 Jahren gibt es die Narrenzunft Dettingen „Rammertweible“ in diesem Jahr schon. Das muss gefeiert werden und das wird gefeiert. Ausgiebig! Mit der Narrennacht am Freitag, 31. Januar, geht es los.

Mit der Gründung der Narrenzunft 1990 entstand in Dettingen eine organisierte Fasnet. Das Maskenabstauben am Dreikönigstag, die Schülerbefreiung am schmotzigen Donnerstag sowie die Narrentaufe am Fasnetsdienstag wurden in den Ablauf der Fasnet integriert.
  

Die älteste Gruppe ist die Figur des Rammertweibles. Diese Figur gründet auf einer alten Dettinger Sage. Die sozialen Verhältnisse vor über hundert Jahren waren schlecht und die Gemeinde Dettingen zählte bis in die Mitte dieses Jahrhunderts zu den ärmsten Gemeinden der Umgebung. Deshalb wurden die Dettinger auch oft als Bethlehemer bezeichnet. Aufgrund dieser Armut waren viele der Dettinger Männer darauf angewiesen, neben der häuslichen Landwirtschaft sich noch ein Zubrot in der Waldarbeit zu verdienen, um ihre Familien ernähren zu können. Diese Männer dienten als Vorbild für die männliche Figur der Dettinger Narrenzunft, dem Waldarbeiter. Die Glocken am Häs symbolisieren die Glocken an den Holzschlitten und Pferdefuhrwerken, mit denen das Holz transportiert wurde.
   

Das Rammertweible war eine der Sage nach, den im Wald arbeitenden Männern, erscheinende Frau. Diese soll auf ein Zurufen oder Nähergehen immer wieder spurlos verschwunden sein. Beschrieben wurde sie von den Männern als eine ältere, freundliche Frau, die auf Holz oder Beerensuche war und einen großen Korb bei sich hatte. Angeblich soll sie eine alte Dettinger Tracht getragen haben. Gemäß der Sage ist das Häs der beiden Figuren in den Farben des Waldes gehalten und mit Motiven des Waldes, Reisig und Blättern, bestückt. Als Utensilien werden Korb und Stock oder eine Axt mitgeführt.
   

30 Jahre Dettinger Narren Image 1

Aufgrund der großen Interessenten an einer aktiven Mitgliedschaft wurde zur Fasnetssaison 1999 eine weitere Figur der Narrenzunft ins Leben gerufen. Anlehnend an einen Dettinger Necknamen wurde der Hôb geschaffen. Diese Figur, ein Weißnarr, orientiert sich am abgegangenen Dettinger Weinbau. Dementsprechend ist das Häs mit Reben und Weinbergmauern bemalt. Ebenso zeigt auch die Maske, die in ihrer Gestaltung von den üblichen Fasnetsmasken abweicht, Elemente des Weinanbaus. Da in früheren Zeiten die Hôb, eine Art Hackbeil, zum Beschneiden der Rebstöcke benutzt wurde, trägt diese Fasnetsfigur dieses Utensil mit sich. Der Neckname für die Dettinger entstand übrigens dadurch, dass ein alter Dettinger nicht nur die Rebstöcke mit der Hôb bearbeitete sondern sie auch gegen die Bewohner eines benachbarten Dorfes einzusetzen wusste.

Seit der Fasnet 1998 werden die Hästräger durch die Lumpenkapelle „Nia-Net“ verstärkt. Sie zählt zwischenzeitlich über 15 Musikerinnen und Musiker die, unter der Leitung von Sebastian Nakel, mit großem Engagement für den richtigen Ton sorgen. Als jüngste Gruppe wirken seit der Fasnet 2013 die Höllsteinhexen mit. Eine weitere Gruppe, die nicht bei den Umzügen sondern bei den Abendveranstaltungen in Erscheinung tritt, sind die Showtanzgruppen der Zunft.
   

FASNET IN DETTINGEN
  

31. Januar

20 Uhr Narrennacht

2. Februar

Traditioneller Umzug mit rund 2500 Teilnehmern

Schmotziger Dauschig, 20. Februar

8 Uhr Frühstück im Zunfthaus
10 Uhr Schülerbefreiung
11:15 Uhr Narrenmesse. Anschließend Rathaussturm und Mittagessen in der Zunftstube

Samstag, 22. Februar

20 Uhr Bethlehemer Fasnet im Zunfthaus

Fasnetsdienstag, 25. Februar

17.30 Uhr Fasnetsabschlussparty mit allen Gruppen
19.45 Uhr Fasnetsverbrennung

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